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Just Call me Frida

Es gibt Menschen, die mit ihrer starken Persönlichkeit und ihrem extremen Wiedererkennungswert einen bestimmten Look prägen und komplett für sich beanspruchen, selbst, wenn die einzelnen Elemente eine ganz andere Sprache sprechen. Dies musste ich bei diesem Shooting wieder einmal merken.

Rote Rosen = Liebe und Romantik, dies war meine Gleichung für dieses Shooting. Ich wollte dieses wunderschöne, opulente Maxikleid möglichst romantisch inszenieren und wählte dafür sogar eine besonders schöne Location mit nostalgisch anmutendem Pavillon. Kurz entschlossen hatten ich zu Hause auch noch einen nicht minder auffälligen Blumenkranz aus roten Stoffrosen für die Haare eingepackt, denn diese Fotos sollten so richtig kitschig und zuckersüss werden.

Und dann sass ich in diesem Pavillon, steckte meine Haare hoch und setzte den Blumenkranz auf und als ich mich dann so via Selfiemodus auf dem Handy betrachtete, stellte sich überraschenderweise ein komplett anderes Gefühl ein – nicht romantisch, lieblich, verträumt, sondern stark, weiblich, selbstbewusst und  eher ernsthaft. Und wie ihr an meinem Gesichtsausdruck auf diesen Bildern sehen könnt, gibt es da kein Lächeln, kein Lachen, kein Strahlen. Denn alles, an was ich bei diesen Fotos denken konnte, war Frida Kahlo, eine der bekanntesten Malerinnen und bedeutendsten Vertreterinnen der volkstümlichen Entfaltung des Surrealismus.

Jeder kennt ihre Bilder, sogar die absoluten Kulturbanausen würden ihre Bilder erkennen, zumal sie selbst ein zentraler Bestandteil ihrer Kunstwerke war, mit den markanten zusammengewachsenen Augenbrauen, dem Damenbart (beides betonte sie in ihren Bildern übrigens oft übertrieben stark) und der traditionellen mexikanischen Frisur. Als sie mal gefragt wurde, warum sie so oft Selbstportraits anfertigt, meinte sie, dass es daher komme, dass sie so oft alleine sei und sich selbst am besten kenne. Eine nachvollziehbare Aussage, wenn man bedenkt, dass sie bereits in jungen Jahren einen furchtbaren Unfall erlitt und viel Zeit in einem Ganzkörper-Korsett im Bett verbringen musste, wo sie mit der Malerei anfing. Und selbst, als sie wider aller Diagnosen wieder zu laufen lernte, wurde sie von ständigen Schmerzen geplagt. Somit erklärt sich auch ihr ernster Gesichtsausdruck.

So, jetzt muss ich aufhören, über Frida Kahlo zu erzählen, da ich mir dieses ganze Wissen eigentlich für einen Buch-Post aufsparen wollte. Eines meiner Geburtstags-Bücher handelt nämlich von ihr (ich habe aber in der Vergangenheit bereits eins gelesen). Und ich bereue es gerade sehr, dass ich nicht so weit gedacht und dieses Outfit für den Buch-Post aufgespart habe, es wäre perfekt gewesen. Aber wie gesagt, meine Absichten waren ja komplett anderer Natur und ev. kann ich ja noch ein anderes Frida-likes Outfit zusammen stellen.

Auf jeden Fall kann ich sagen, dass ich dies für eine der schönsten Foto-Serien halte, die ich für den Blog je gemacht habe, so ausdrucksstark und fast schon kunstvoll… Ich habe auch noch mit Retro-Filtern ausprobiert und überlegt, ob ich alle Bilder in diesem Stil machen möchte. habe mich dann aber dagegen entschieden, damit das Rot zur Geltung kommt, da auch Fridas Bilder voller starker Farben waren. Ganz unten ist noch eine kleine Kostprobe der Bilder mit Filter.

Das Kleid und der Blumenkranz sind übrigens von SHEIN und das kleine Täschchen von Ideal of Sweden. Dort gibt es bis zum 31. August noch immer 30% Rabatt auf das ganze Sortiment und 15% Extrarabatt mit meinem Discoutcode CHLYNCH15

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