„Diva der falschen Töne“, „Königin der Dissonanzen“ und vor allem „Schlechteste Sängerin der „Welt“ wurde sie betitelt und für ihre Gesangsauftritte vielmals belächelt, da sie weder Ton noch Rhythmus der ausgewählten Kompositionen traf. Die Rede ist von Florence Foster Jenkins, einer amerikanischen „Sängerin“, die durch eine stattliche Erbschaft die Möglichkeit erhielt, das zu tun, was sie liebte: nämlich zu singen.
Wer Lust auf einen Theaterabend der anderen Art hat und bereit ist, in die Welt dieser aussergewöhnlichen Dame einzutauchen, darf Glorious, die erste Inszenierung von The NEST Company, die vom 27.04. – 18.05. in Deutsch und vom 04.06. – 08.06.2025 in Englisch im Theater am Hechtplatz zu sehen ist, auf gar keinen Fall verpassen.
Es gibt Stücke, die wirken im ersten Moment einfach nur massenwirksam, schleichen sich aber still und heimlich ins Herz. Bei Glorious, einer Komödie, die die erfolgreichste Zeit der „Schlechtesten Sängerin der Welt“ durch die Augen ihres Pianisten Cosme McMoon zeigt, ist dies der Fall. Zunächst mag Glorious wie ein pures Unterhaltungsstück, das die stimmliche Unzulänglichkeit von Florence Foster Jenkins zum Amüsement des Publikums mit Nachdruck ausschlachtet, erscheinen. Doch darf man dies Isabelle Flachsmann und Mitch Sebastian, den Gründern vom The NEST Company wirklich zutrauen? Immerhin handelt es sich hier um zwei echte Show-Profis, die um die vergängliche Wirkung einfacher Unterhaltung wissen. Mehr dazu später.
Ein Star mit gewissen Schwächen
Dass Selbstbewusstsein und ein entsprechendes Auftreten in Kombination mit der Schadenfreude und Sensationslust der grossen Masse oft ausreicht, um einen Star zu erschaffen, erleben wir seit Anbeginn der Showbranche. Oft sind es gar nicht die Besten ihres Fachs, die es ganz nach Oben schaffen, sondern die, die wissen, wie man sich verkaufen muss und dieses Konzept gilt bis heute. Oder wie lässt sich der Erfolg von Reality TV und Formaten wie Germanys Next Topmodel sonst erklären?
Florence Foster Jenkis war in dieser Hinsicht sicher eine Vorreiterin. Nachdem sie bis in ihre 40er darauf verzichten musste, ihrer grossen Leidenschaft dem Gesang nach zu gehen (eine Gesangsausbildung wollte ihr Vater finanziell nicht unterstützen) und als Klavierlehrerin ihr bescheidenes Leben bestritt. Unmusikalisch, was oft behauptet wird, konnte sie also nicht gewesen sein. Dennoch wollte es ihr einfach nicht gelingen, ihre eigenen gesanglichen Fähigkeiten richtig einzuschätzen.
Auch wenn ihr Vater kein Geld in ihren Gesang investieren wollte, machte er dies nach seinem Tod indirekt doch, denn mit dem Geld, dass sie erbte, konnte sie sich vollumfänglich auf ihre Gesangskarriere konzentrieren. Ihr erstes Konzert gab sie 1912 mit 44 Jahren und es dauerte nicht lange, war sie landesweit zu einem schrägen Insidertipp geworden. Dennoch gab sie dem öffentlichen Druck nicht nach und gab weiterhin nur seltene Konzerte vor einem auserlesenen Publikum. Die heftigen Reaktionen des Publikums auf ihren Gesang entging ihr nicht, doch sie war sich sicher, dass es sich dabei um Eifersucht handeln musste, schliesslich war sie der Ansicht, dass sich ihre Stimme mit denen der grossen Sopranistinnen ihrer Zeit, wie Frieda Hempel und Luisa Tetrazzini nicht nur messen konnte, sondern diese sogar übertraf. Und die Bewunderung, die ihr von vielen Seiten entgegen gebracht wurde, gab ihr auch die entsprechende Bestätigung. Wer über ihre gesanglichen Makel, Töne zu treffen und den Takt zu halten, oder auch ihren kleinen Stimmumfang hinweg sah und ihre Liebe zum Gesang und den Wunsch, selbst auf der Bühne zu stehen, nicht als Affront sah, erfreute sich an ihrer Herzlichkeit, ihrer unbändigen Liebe zur Musik und den grandiosen Kostümen. Ja, Florence Forster Jenkins war der geborene Star. Deshalb ist auch nicht ganz klar, ob es ihr einfach egal war, dass sie nicht perfekt sang oder an einer gestörten Selbstwahrnehmung ihre Stimme betreffen litt. Fakt war, sie sang und das mit ganzem Herzen.
Die Leute sagen vielleicht, ich könne nicht singen … aber niemand kann jemals sagen, ich hätte nicht gesungen
Florence
Und deshalb musste für diese Rolle auch eine Darstellerin gefunden werden, die das natürliche Selbstbewusstsein, den unerschütterlichen Glaube an das Gute und die Einzigartigkeit dieser Künstlerin verkörpern konnte. Anikó Donáth bringt definitiv all diese Attribute mit. Neben ihrer unnachahmlich expressiven Mimik, die jede noch so kleine Gefühlsregung ihrer Figur bis in die hintersten Reihen gut erkennbar macht, schenkt sie Florence eine zutiefst berührende Menschlichkeit und Verletzlichkeit und lässt uns den Zauber dieses Stars wirklich erleben. Besonderes Lob gebührt ihr aber für die Entwicklung von Florences Stimme. Als musikalischer Mensch bewusst falsch zu singen, dies aber so zu kalibrieren, dass es nicht zu gewollt wirkt, ist eine absolute Meisterleistung. Kein Wunder giert jeder im Publikum immer direkt wieder nach dem nächsten Lied. Wenn Anikó singt, entsteht im Publikum beinahe schon eine kleine Hysterie und jeder ist hin und her gerissen zwischen Schadenfreude, Bewunderung, Mitgefühl und Rührung. So tiefe Gefühle mit einer doch sehr humoristisch angelegten Rolle bei seinen Zuschauern zu wecken, ist fraglos die ganz grossen Schauspielkunst. Anikó Donáth prägt mit ihrer Darstellung der Florence Foster Jenkins diese Rolle nachhaltig.

Den absoluten Höhepunkt ihrer Gesangkarriere erreichte Florence Foster Jenkins mit fast 80 Jahren, als sie ihr erstes öffentliches Konzert in der Carnegie Hall gab, welches nicht nur restlos ausverkauft war (3000 Tickets), für das es sogar noch eine Warteliste von 2000 Interessenten gab. Und die Tickets wurden auf dem Schwarzmarkt für das dreifache ihres Preises gehandelt. Die Nachfrage war also unglaublich gross. Auch wenn sich Florence die gewohnten Reaktionen des Publikums wie gewohnt schön reden konnte, war sie machtlos gegen die teilweise gnadenlosen Kritiken der Presse, die zum ersten Mal zugelassen waren. Ob es alters- oder krankheitsbedingt war, dass sie nur einen Monat nach ihrem grossen Konzert starb oder ob ihr – wie man behauptet – gebrochenes Herz daran Schuld war, bleibt ungeklärt.
Ich singe nicht, um beurteilt zu werden, Cosme. Es ist mir durchaus bewusst, dass ab und an ein Tönchen vom Weg abkommt.
Florence
Glorious – Aus der Perspektive eines Zeitzeugens
Das Stück, das sich The NEST Company, eine noch recht junge, in Zürich beheimatete Schweizer Theater Company, die Stücke sowohl in Deutsch, als auch in Englischer Sprache inszenieren möchte, für ihre erste Produktion gewählt hat, bringt alles mit, was das Theaterherz begehrt: Eine grossartige, skurrile, aber wahre Geschichte, die das Publikum zum Lachen, aber auch zum Nachdenken bewegt, grandiose Kostüme, schlagfertige Dialoge und Figuren, die eine Entwicklung durchmachen und den Zuschauern im Laufe des Abends ans Herz wachsen. Hinzu kommen drei gut bekannte Darsteller:innen, die für ihr ausdrucksstarkes Spiel bekannt sind, sowie ein starkes Creative Team.
Glorious begleitet den jungen Pianisten Cosme McMoon, der auf Empfehlung einer guten Bekannten von Florence Foster Jenkins namens Dorothy zum Vorspielen eingeladen wird, da diese einen neuen Pianisten sucht. Aus seiner Sicht erzählt er von seinem ersten Kennenlernen mit der „schlechtesten Sängerin der Welt“ und dem ersten gemeinsamen Musizieren, wo er bereits das eine oder andere über seine künftige Arbeitsgeberin erfährt und nicht ganz so erpicht wie sie darauf ist, direkt mit dem Proben einiger Stücke zu starten, da er nicht wirklich weiss, wie er sich verhalten soll. Er begleitet sie ins Tonstudio, wo sie eine Platte aufnimmt, ist an Konzerten mit von der Partie und erlebt die Begeisterung, die Florence entgegen gebracht wird, wie auch purern Hass. Und auch beim Konzert in der Carnegie Hall ist er mit dabei, was selbstverständlich auch für den bis anhin eher unbekannten jungen Pianisten eine wichtige Erfahrung ist.
Durch diese Perspektive, die das Stück einnimmt, verändert sich dessen Stimmung und Dynamik im Verlauf desselbigen merklich. Wo Cosme McMoon Florence, wie die meisten Menschen, zunächst mit Skepsis begegnet und mit sarkastischen, oft sogar ziemlich fiesen Kommentaren deutlich macht, was er von ihren gesanglichen Fähigkeiten hält, wächst seine Zuneigung zu ihr nach und nach, wodurch das Stück an Tiefgang und Feinheit gewinnt. Vor allem der Unterschied vom ersten zum zweiten Akt ist drastisch. Das Publikum spürt fast körperlich, dass es nicht mehr angebracht ist, nur zu lachen, nein, es fühlt sich fast etwas eingeschüchtert, denn mit Cosmes Bewunderung für seine Arbeitgeberin, die inzwischen zu einer engen Vertrauten und Freundin geworden ist, deren Glück ihm wirklich am Herzen liegt und zu der er voll und ganz steht, ändert sich alles.
Cosme, wie frech Sie sind.
Florence
Frecher, als Sie denken.
Cosme
Deshalb war es auch nicht nur wichtig eine herausragende Darstellerin für die Rolle der Florence zu casten, sondern auch für Cosme, der nämlich fast so viel Präsenzzeit wie Florence hat und fähig sein muss, das Stück in die entsprechende Richtung zu lenken und eine glaubhafte Entwicklung zu durchlaufen. Und mit Tim Hunziker hat The NEST Company einen wirklich aussergewöhnlichen Künstler verpflichtet. Zu Beginn geziert, oberflächlich charmant, aber überheblich UND in Geldnöten, gewinnt sein Spiel im Verlauf des Stücks an Tiefgang und beim abschliessenden Monolog wirkt seine Rührung nicht gespielt. Und kann man da wirklich Tränen in seinen Augen glitzern sehen? Die Intensität von Tim Hunzikers Emotionen, die er ungefiltert durch seine nuancenreiche Sprechstimme und seine Mimik mit dem Publikum teilt, sorgen für Gänsehaut.

Freunde und Feinde einer Ikone
Das Stück Glorious von Peter Quilter kann entweder in der ursprünglichen Bühnenfassung mit 5 – 6 Darsteller:innen gespielt werden oder in einer kleineren Fassung mit drei Personen. The Nest Company hat sich für die kleinere Fassung entschieden, in der St. Claude Bayfield, Florences langjähriger Begleiter und Manager keine Rolle spielt. Neben Florence selbst und Cosme lernen wir dafür noch die Mexikanische Haushälterin Maria, Florences Freundin und Bewunderin Dorothy und Mrs. Verrinder-Gedge, eine Vertreterin einer der vielen Frauengruppen, die sich um Florence rankten, und kein Herz für ihre Kunst hatte sondern Anstoss daran nahmen, kennen. Alle drei zusätzlichen Frauen-Rollen werden von der grandiosen Elisabeth Graf übernommen, die mit den drei unterschiedlichen Figuren ganz verschiedene Facetten ihres Könnens zeigen kann und das Publikum begeistert. Mit ihrer sehr bösartigen, kaltblütigen Interpretation von Mrs. Verrinder-Gedge schockiert Sie die Zuschauer und lässt zeitgleich Anikó Donáth in ihrer Würde strahlen. Als gute Freundin Dorothy rührt sie das Publikum zu tiefst mit ihrer bedingungslosen Liebe zu Florence, der sie auch in schlechten Zeiten immer zur Seite stehen würde und zudem gekonnt den Charleston tanzt. Doch die Rolle, mit der sie definitiv alle Herzen gewinnt, ist die grimmige Maria. Ständig übel gelaunt, spricht sie kein Wort Englisch, sondern flucht auf Spanisch, was wiederum von Florence nicht verstanden wird. Ein echter Showstopper! Dennoch wäre es für die Nicht-Spanisch sprechenden Zuschauer noch etwas witziger gewesen, wenn man eine Möglichkeit gefunden hätte, eine Übersetzung zu zeigen, eventuell durch Untertitel auf der Leinwand.

Eine Homage an die Meisterin der Inszenierung
Was einem von Glorious ohne jede Frage in Erinnerung bleiben wird, sind die einzigartig glamourösen Bühnenkostüme von Florence Foster Jenkis, allen voran das silberne0 Glitzerkleid mit ikonischem Headpiece und riesigen beweglichen Flügeln zur Arie der Königin der Nacht aus Mozarts Die Zauberflöte, mit dem sich Kostümdesignerin Judith Rubin selbst übertroffen hat. Aber auch das spanische Carmen-Kostüme und natürlich das Hirten-Kostüm begeistern nachhaltig. Die „alltäglichen“ Kostüme im Stil der 20er- bis 40er-Jahre sind wunderschön detailgetreu gefertigt und entführen einen in diese glamouröse Zeit in New York. Besonders gefesselt haben uns auch die opulente Schmuckstücke, mit denen Florence sich behängte und sowohl ihren Reichtum, als auch ihren Hang zu spektakulären Outfits, ausdrückt.

In Sachen Bühnenbild war einmal mehr Simone Baumberger, diesmal zusammen mit Simon Schmidmeister, am Werk und das Ergebnis ist eine perfekte Mischung aus Minimalismus und Detailreichtum. Während die Wohnung im 1. Akt baulich lediglich angedeutet wird, ist die Ausstattung um so grosszügiger. Neben dem Flügel, an dem Cosme eine Menge Zeit verbringen wird (spielt Tim Hunziker eigentlich selbst?), gibt es wunderbare Brokatvorhänge, Sitzgelegenheiten, und jede Menge Nippes wie Glaskaraffen, Porzellangeschirr, echter Kuchen (mit silbernen Zuckerkügelchen, wie Florence in liebt, ein Grammophon, Blumen und ein gerupftes Gummihühnchen bei Marias Auftritt. Verstärkt wird der gemütliche Wohnzimmer- Charme mit einer Projektion im Hintergrund. Ebenfalls auf diese Weise wird das Tonstudio dargestellt, in dem Florence eine Platte aufnimmt. Hier wird übrigens eine ebenso zauberhafte, wie skurrile Episode aus dem echten Leben übernommen in Zusammenhang mit einem Fahrer, der einen Unfall baut.

In Akt 2 befinden wir uns einmal auf dem „Ball der silbernen Feldlerchen“, wo Florence und Cosme gemeinsam ein Konzert geben und während sie in ihrem beeindruckenden spanischen Kostüm rote Rosen ins Publikum wirft und die Habanera (L’amour est un oiseau rebelle) aus Carmen singt. Mit der Projektion im Hintergrund und den Topfpalmen wird eine zauberhaft amateurhafte, gewollt üppige Stimmung erschaffen, die bezeichnend für Florences Stil war und perfekt adaptiert wurde.

Die Szenenwechsel geschehen, während auf einem Vorhang New Yorker Szenen gezeigt werden, vom Publikum unbemerkt im Hintergrund. Dies wirkt charmant und lässt einen auch, während umgebaut wird, in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts bleiben.
Das mit Sichereheit eindrücklichste Setting ist aber die letzte Szene in der Carnegie Hall. Ganz in Rot und Gold gehalten, wähnt man sich tatsächlich in den ehrwürdigen Hallen. Was aber wirklich beeindruckend ist, sind die Spiegel auf der Bühnenrückseite, in denen sich das Publikum selbst sehen kann. Noch nie wurde dem Publikum so dramaturgisch perfekt der Spiegel vorgehalten. Einerseits kann das Publikum sehen, was die Darsteller sehen und andererseits kann sich das Publikum selbst betrachten, unter anderem seine Reaktionen… und diese hinterfragen. Definitiv unser Highlight! Bravo!
Ebenfalls ganz zauberhaft und eindrücklich gestaltet sich jenes bereits erwähnte Finale und Cosmes letzte Rede ans Publikum, die niemanden kalt lassen kann.

Wichtige Stationen aus rund 20 Jahren im Schnelldurchlauf
Wer Glorious im Theater anschaut und sich vorab nicht mit Florence Foster Jenkis befasst hat, mag davon ausgehen, dass es sich um vielleicht ein paar Monate handelt, die in diesem Stück abgehandelt werden, wobei es tatsächlich rund 20 Jahre sind, die vom ersten Kennenlernen zwischen Florence und Cosme bis zum Konzert in der Carnegie Hall ins Land ziehen. Aber es werden nur sehr wenige einschneidende Begebenheiten auf die Bühne gebracht, die dafür sehr liebevoll inszeniert werden. Die Charaktere scheinen auch nicht zu altern, wobei man Florence in Akt 2 nicht mehr ohne Headpiece sieht, da hier eventuell doch sichtbar hätte gemacht werden müssen, dass sie z.B. ihre Haare verloren hatte. Aber mit den aufwendigen, zauberhafte Kostümen, bleibt sie die lebensfrohe, energetische Künstlerin. Auch lässt dieser zeitlose Zustand den Eindruck entstehen, dass Florence und ihre Entourage in einer eigenen kleinen Bubble leben, was sicher ein Stück weit der Wahrheit entspricht.

Sehr schön dargestellt wird auch das enger und vertrauter werdenden Verhältnis von Florence und Cosme. Wo sie ihn zu Beginn nach einer Freundin fragte, scheint ihr im Laufe der Arbeit aufzugehen, dass Cosmes Interesse mehr seinen Geschlechtsgenossen gilt. Aus Respekt scheint Florence es aber nie direkt zu thematisieren, sondern versucht lediglich, ihm durch die Blume verständlich zu machen, dass es für sie völlig in Ordnung ist. Ein wunderschönes Beispiel für den respektvollen und wertschätzenden Umgang der beiden. Und auch Dorothy bleibt treu an ihrer Seite. Ja, Florence war ganz offensichtlich eine wunderbare herzliche und loyale Person, die sich mit ebensolchen Freunden umgab.
Wen Madame einmal in ihr Herz geschlossen hat, der wird in ihrer Gegenwart immer das Gefühl haben, dass er etwas Besonderes ist.
Dorothy
Wer sollte sich Glorious im Theater am Hechtplatz ansehen?
Von Erstlingswerken kann man entweder besonders viel erwarten, oder sehr wenig, je nach Marketing und involvierten Künstlern. Dass bei The Nest Company eher Nummer 1 zutraf, lag vor allem an Isabelle Flachsmann und Mitch Sebastian als Gründer-Duo, die jede Menge – auch internationale – Erfahrung mitbringen. Doch, unsere Erwartungen wurden mehr als nur erfüllt. Das zauberhafte und höchst unterhaltsame Stück glänzt durch eine aufregende und wahre Story, ein starkes Ensemble mit einer schillernden Anikó Donáth als Florence Foster Jenkins, extravagante Kostüme und eine wunderbare Botschaft. Empfehlen würden wir es musikaffinen Theaterbesuchern, die die gesungenen Arien kennen, da dies definitiv der grössere Spass ist. Glorious im Theater am Hechtplatz ist ein absolutes Feel-Good-Stück mit Tiefgang!
Tickets kriegt ihr für die letzten deutschen Vorstellungen hier: https://theaterhechtplatz.ch/produktionen/glorious-deutsch/
Und für die englischen Vorstellungen hier: https://theaterhechtplatz.ch/produktionen/glorious-english/
Cast & Creatives
Ensemble
Florence Foster Jenkins: Anikó Donáth
Cosme McMoon: Tim Hunziker
Maria/ Dorothy/ Mrs. Verrinder-Gedge: Elisabeth Graf
Creatives
Autor: Peter Quilter
Regie: Mitch Sebastian
Regieassistent: Gianni Pfister
Bühnenbild: Simone Baumberger, Simon Schmidmeister
Kostüme: Judith Rubin
Hair and Make up: Tanja Maria Koller
Video: Markus Ludstock
Licht- und Tontechnik: Simon Schmidmeister, Mathias Kilga, John Schuhmacher
Ein herzliches Dankeschön an The NEST Company für die Möglichkeit, dieses gloriöse Stück zu sehen und zu rezensieren.

































