A little fall of rain

Kennt ihr „Les Misérables“? Falls ja, dann sagt euch sicher der Name Eponine etwas, das Mädchen, das heimlich in Marius verliebt ist und für ihn Botengänge übernehmen muss, um Liebesbriefe an eine andere zu überbringen. Und dann stirbt sie auch noch, aber wenigstens in seinen Armen.

Wenn ihr auf Google „Eponine“ in der Bildersuche eingebt, seht ihr, dass eine grosse Schiebermütze Teil ihres Kostüms ist und seit ich denken kann, fühle ich mich mit Schiebermützen wie Eponine. Dazu kommt, dass „On my own“, Eponines grosse, unglückliche Liebesballade in diesem Musical das erste Lied war, dass ich mit 17 bei einer Schulaufführung als Solo zum Besten geben durfte, weshalb diese Rolle für immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben wird.

Deshalb war ich auch echt glücklich, als meine Schwester diese Mütze aus dem Schrank zog. Ich muss ehrlich zugeben, mir stehen eigentlich keine Kopfbedeckungen, was ich total schade finde, da es schon tolle Hüte, Mützen und Caps gibt. Ich mag Mützen, in denen ich meine ganzen Haare „verstauen“ kann, damit die Luftfeuchtigkeit meine Frisur nicht gleicht zerstört. Aktuell ist da Wetter ja wirklich unberechenbar. Aber diese Mütze ist einfach super! Mann kann alle Haare drunter stecken und es sieht trotzdem gut aus, man kann sie aber auch unten raushängen lassen und es sieht auch toll aus. Und die Farbe passte so schön zum Hoodie-Kleid. Und ja, es ist wieder dasselbe, wie in diesem Outfit, welches unübersehbar geplant war.

Im Grunde war das ganze Outfit nicht für Fotos gedacht. Es gibt Tage, da ziehe ich bewusst etwas an, bei dem ich mir vornehme, in der Mittagspause Fotos zu machen, ich habe aber auch „Hänger“-Tage, wo’s einfach bequem sein muss, was hier der Fall war. Als ich dann aber am Morgen zur Arbeit ging und den Rhein entlang spazierte und das Licht irgendwie einfach so schön war, wagte ich ein spontanes Shooting. Und ich finde, die Fotos ziemlich gut gelungen und das Outfit hat was, oder?

Leider fing es dann relativ unangenehm an zu nieseln, was mit den niedrigen Temperaturen nicht so prickelnd war. Und so schliesst sich der Kreis. „A little fall of rain“ ist nämlich Eponines Sterbelied. Da kriege ich richtig Gänsehaut.

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