Fashion Blogger / Influencer und Umweltschutz – geht das?

Ja, ich weiss, ich darf mich eigentlich nicht Influencer nennen, dafür habe ich zu wenig Einfluss und Follower, aber Blogger schon, denn das ist jeder, der einen Blog hat und sich regelmässig zu Wort meldet. Also auch ich.

Ich weiss, wir sind schon in der zweiten Januar-Hälfte 2022 und erst jetzt komme ich mit einem Post um die Ecke. Aber ich hatte meine Gründe. Über die Festtage kämpften wir um das Leben eines unserer Meerschweinchen, leider verloren wir den Kampf. 😢 Danach fühlte ich mich einfach leer. Als ich mich gefangen hatte, musste ich noch schnell drei Kooperationen, die ich zugesagt hatte, erledigen und das war echt heftig neben meinem normalen 100%-Job. Aber nun hoffe ich, dass sich alles wieder mal normalisiert.

Zwei der drei Kooperationen beschäftigten sich mit Nachhaltigkeit. Auf diesen Bildern hier seht ihr das Ergebnis meiner Kooperation mit OceanYarn. Hier handelt es sich um Garn und Schnur, welche aus recyceltem Meeresplastik hergestellt wird, bzw. aus Granulat, zu welchem der aus dem Meer gefischten Plastik gewonnen wurde. Ich muss sagen, dass mir dieser Gedanke irrsinnig gut gefällt. Haben wir nicht alle diese schrecklichen Bilder dazu im Kopf?

Die Aufgabe war, mit diesem Garn ein DIY-Projekte auf die Beine zu stellen. Und ja, ich bin Fashionblogger, deshalb war für mich sofort klar, dass ich ein Kleid upcycllen wollte. Ich brachte deshalb von Hand diese Garn-Strahlen am Strickkleid an und verschönert es noch mit ein paar Perlen von einem kaputten Armband. Es war echt schön, sowas zu machen, obwohl ich mir wieder mal mehr Arbeit gemacht hatte, als nötig gewesen wäre.

Auch für die Bilder hatte ich direkt eine Idee. Ich wollte eine Erdkugel mit drauf, um dem Umweltgedanken zu versinnbildlichen. Und da ich mir in vielen Jahren ziemlich passable Photoshop-Fähigkeiten angeeignet hatte, war das auch kein riesiges Problem. So wurde aus einem grünen Sitzball unser schöner, schützenswerter Planet.

Ich merkte dabei, dass ich dieses kleine, magische Extra auf meinen Bildern liebe. Klar, zu viel Editing ist auf Instagram vor allem unter den Fashion Influencern verpönt, aber mir gefällt es einfach, deshalb werde ich es mir ab und zu gönnen. 😍

Die zweite Kooperation war mit Kleiderberg.ch Hier geht es darum, Kleidung ein zweites Leben zu geben. Brockenstube bzw. Secondhand online. Ich habe es ausprobiert und für toll empfunden. Mit Stil gegen Verschwendung, so das Motto. Ich habe ein ganz tolles Kleid ergattert, dem ich definitiv noch einen ganzen Outfit post widmen werde. Hier habe ich noch keine Fotos, da ein Video gefordert war. Falls ihr euch interessiert, könnt ihr es hier sehen, falls ihr Instagram habt.

Was das jetzt alles mit dem Post-Titel zu tun hat? Mein Text hat sich ein bisschen verselbstständigt und ist persönlicher geworden, als beabsichtigt. Eigentlich sollte es darum,ä gehen, dass es teilweise recht schwer ist, nicht in eine Nische gesteckt zu werden. Es gibt nun mal viele Leute auf Social Media, die immer nur das Neueste sehen wollen, teure Kleidung von wichtigen Brands, teure Reisen, neue Gasgeds. Ja, das ist ja auch das Erstrebenswerte am Influencer-Dasein, oder? Und wenn man sich zu sehr mit Themen wie Umweltbewussten auseinandersetzt, landet man plötzlich in einer Schublade. Ich habe mir wirklich Gedanken gemacht, ob ich diese Kooperationen annehmen soll, aber dann musste ich mir sagen, doch, ich tue es, weil es wichtig ist. Und wenn ich nur eine einzige Person dazu bringe, sein Verhalten zu überdenken, war es das wert. ❤️

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