Stars in Town 2022 in Schaffhausen – Der Schweizer- Abend mit Loco Escrito, Lo & Leduc und Hecht

Seit 2010 findet auf dem Herrenacker in Schaffhausen das „Stars in Town“ statt, ein mittlerweile ausgesprochen erfolgreiches und hochkarätiges Opernair-Musikfestival mit Künstlern aus der Schweiz, aber auch vielen Weltstars. Und ich habe keine Ahnung, warum wir noch nie dort waren. Aber 2022 hatten wir endlich die Möglichkeit dazu und es war unser erstes richtiges Konzert (bisher waren wir ja mehr die Musical- oder Ballett-Typen) . Und ich kann mir vorstellen, dass es nicht das letzte war.

Wie waren am 6. August mit Loco Escrito, Lo & Leduc und Hecht. Alles Schweizer Künstler. Und ich war überglücklich, gleich zwei meiner Lieblings-Schweizer-Acts an einem Abend sehen zu können.

Wir waren relativ früh dort, weil wir es uns von den ganzen Shows her gewohnt sind, in der ersten Reihe zu sitzen. Deshalb wollten wir auch hier versuchen, möglichst weit nach vorne zu gelangen und tada, wir schafften es. FIRST ROW!

Bei Stars in Town gibt es jeweils sehr viele freiwillige Helfer, welche in den verschiedensten Funktionen zum Gelingen dieses beeindruckenden Events beitragen. Und es war wirklich super organisiert. Es wurde nichts dem Zufall überlassen. Und wie ich später auf der Facebook-Seite der Schaffhauser Polizei las, gab es keine Zwischenfälle bisher, was bei so einem grossen Publikum beachtlich ist. Sie lobten das vorbildliche Publikum. Das heisst aber nicht, dass nicht so richtig die Post abging… 😉

Loco Escrito – Schweizer Latin-Star mit Charme und Humor

Loco Escrito war einer der beiden Acts, auf die ich mich an diesem Abend besonders freute. Aber eigentlich hauptsächlich der Musik wegen. Zwar liegt die Vermutung nahe, auch für ihn als Typ zu schwärmen (das gehört zu meiner Natur), aber nein, eher nicht so… Seine Musik hingegen hat etwas, das mir wirklich gefällt. Kein Wunder, dass jeder seiner Songs zum Hit wird. Gerade in der Latin Szene gibt es viele Stücke, die sehr ähnlich klingen, da sie sich auf den bekannten Rhythmen ausruhen, aber die Melodie vernachlässigen. Die Songs von Loco Escrito hingegen haben meistens beides und somit Ohrwurm-Potential. Da ich, wie gesagt, nicht für ihn als Typ schwärme, kann ich das total unvorhereingenommen sagen. Und viele seiner Songs haben mich die vergangenen Sommer begleitet und mir den Alltag verschönert, da sie einfach eine Leichtigkeit vermitteln und zum Tanzen einladen. Wie damals, als ich zum ersten Mal „Mamacita“ hörte. Ich war auf dem Weg zur Arbeit und es ging mir gar nicht gut, denn eines unserer Meerschweinchen war sehr krank. Aber dieser Song verleitete mich dennoch dazu, direkt am Rheinufer ein Tänzchen hin zu legen und mich für einen Augenblick total leicht und glücklich zu fühlen. 😍 Aber auch „Adios“ und natüelich „Mi culpa“ prägten ganze Sommer.

Und auch auf dem Konzert wurde ich absolut nicht enttäuscht. Loco Escrito live zu erleben, ist wirklich ein Fest sondergleichen, pure Lebensfreude! Sogar Désirée, die bewusst keinen seiner Songs wirklich kannte, tanzte und sang ausgelassen. Und für mich war es einfach nur grandios, all meine Lieblingssongs live zu erleben 😍 Auch seine Musiker und Tänzerinnen waren grandios!

Witzigerweise überzeugte er mich aber auch als Typ total. Seine lockere und bodenständige Art und sein Humor verzauberten mich. Künstler, die zum Publikum so eine Beziehung aufbauen und zum Mitmachen animieren können, sind Gold wert. Was für ein Glück wir Schweizer doch haben 😍 Auch wenn ich ihm in Deutschland und dem Rest der Welt viel Erfolg wünsche, hoffe ich, dass er uns dennoch erhalten bleibt.

Lo & Loduc – Die Wortakrobaten lassen Schaffhausen toben

Seit ich zum ersten Mal „Jung verdammt“ gehört hatte, liebe ich Lo & Loduc. 😍 Und das ist schon echt lange her… Ich mag mich noch genau erinnern, als der erste Kerl mir sagte, dass er bei diesem Song immer an mich denken müsse. Und dann ein zweiter und ein dritter. Und auch ein Arbeitskollege musste mir jedes Mal, wenn der Song im Radio oder in einer Bar lief, eine Sprachnachricht mit Aufnahme zusenden. Irgendwie war dieser Song mit mir verknüpft und ich erfuhr nie, weshalb. Hatte ich etwa etwas Teuflisches an mir? 😈🤣 Keine Ahnung. Sei’s drum… „Jung verdammt“ blieb MEIN Song und mein Herz hüpft auch nach all diesen Jahren, wann immer ich ihn höre… 😍

Um ehrlich zu sein, kannte ich vor dem Konzert aber noch immer nicht mehr Songs als eben „Jung verdammt und „079“ 😅 Ich bin da ehrlich. Aber ich weiss, dass jedes Stück von Lo & Leduc unglaublich witzig und intelligent ist. Die Art von Reimen, wie sie sie verwenden, faszinieren und begeistern mich extrem.

Ich hatte aber keine Ahnung, welche Bühnenpräsenz die beiden live haben. Damit hatte ich nicht gerechnet. Das sind wirklich Vollblutmusiker, die ihren ganz eigenen Stil haben und ihr Ding durchziehen. Und keiner, wirklich keiner kann sich dem entziehen. Ich stand während des ganzen Konzerts unter Strom. Vielleicht lag es auch daran, dass ich nicht erwarten konnte, endlich „meinen“ Song zu hören. Und als es dann soweit war, drehte ich echt durch. 😍 Ich war danach so kaputt, dass ich fast schon bereit gewesen wäre, Heim zu gehen. Aber wir wollten dennoch abwarten, was Hecht zu bieten hatte.

Hecht sorgen für das (medizinische) „Wunder von Schaffhausen“

Von Hecht kannte ich auch nur zwei Songs. Und diese hatte ich mir erst kurz vor dem Konzert angehört. Ich bin wirklich nicht informiert, was dir Musik aktuell angeht. Und obwohl Hecht wohl der Main Act war, war ich davon überzeugt, nicht die ganze Show anzusehen.

Als dann informiert wurde, dass das Konzert beinahe hatte abgesagt werden müssen, weil Frontman, Stefan Buck, aufgrund einer Erkältung seine Stimme verloren, aber auf wundersame Art und Weise diese zurück erhalten hatte, wurde es doch ziemlich spannend. Nein, so sensationsgeil bin ich nicht, aber seien wir ehrlich: Wenn sich in so einer ausweglosen Situation ein bekannter Hals-Nasen-Ohren-Arzt, eine Koriphähe auf seinem Gebiet, welcher schon Stars wie Madonna behandelt hatte, per Zufall im Publikum befindet und dafür sorgt, dass der Auftritt doch stattfinden kann, hat das schon etwas Magisches… Und wenn ein Sänger mit dem Wissen, am nächsten Tag dafür büssen zu müssen, unter Kortison auf der Bühne so eine Show abliefert und ankündigt, so lange weiter zu machen, wie es eben geht, konnte ich sicher nicht nach Hause gehen…

Um ehrlich zu sein, wäre es auch nicht möglich gewesen. Hecht elektrisierte sein Publikum vom 1. Augenblick an gerade zu. Noch Tage nach dem Konzert habe ich Ohrwürmer, die ich nicht loswerden kann oder will, da sie mich an die unglaubliche Stimmung auf dem Herrenacker erinnern. Diese Band bewies mit ihrem Auftritt, was es heisst, für die Musik zu leben, ohne Rücksicht auf Verluste. DAS ist ware Hingabe und beeindruckte und berührte mich zutiefst.

Auch niemals vergessen werde ich die Aktion von Stefan Buck. Zu „Surfer“ liess er sich auf einem Surfbrett stehend über das Publikum tragen. Stage Diving 2.0. Die Drohnenaufnahmen dieser Aktion lassen mich noch immer staunen… 😍

Was kann ich sagen: Ein durch und durch legendärer Abend voller Highlights… Stars in Town ist tatsächlich einzigartig…

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