Night of the Jumps 2024 – Freestyle MX World Tour Championship Motocross in Zürich

Heulende Motoren, Stichflammen, treibende Musik und atemberaubende Stunts. Night of the Jumps war erneut zu Gast im Zürcher Hallenstadion und liesst die Herzen der Adrenalin-Junkies höher schlagen. Am 7. September 2024 um 19:00 hiess es wieder Wettkampf pur, als die besten Freestyle Motocrosser der Welt um wichtig Punkte bei der IFMXF World Tour Championship kämpften.

Wer uns hier schon etwas länger folgt, weiss, dass Musicals, Konzerte, Ballett und Theater unser Ding sind. Doch letztes Jahr waren wir zum 1. Mal bei Night of the Jumps im Hallenstadion und wir erlebten den puren Adrenalin-Kick. Wir waren so beeindruckt, dass wir direkt Tickets für 2024 bestellten und nun war es wieder so weit und möchten euch zeigen, warum dieser Event definitiv einen Besuch wert ist, selbst, wenn ihr keine Motorsport-Fans seid.

Wer denkt, dass man sich als verwöhnter Show-Kritiker während zwei Stunden fliegender Motorräder langweilen könnte, liegt sowas von falsch. Aber auch wir dachten so. Noch nie hatten wir in unserem ganzen Leben Interesse an Motorrädern gehabt und da wir uns bei unseren Reviews und Kritiken sehr auf die Darsteller fokussieren, hatten wir keine grosse Erwartungshaltung, denn was sollte es da schon zu sehen geben, ausser ein paar vermummten Männern mit Helm. Aber weit gefehlt. Nicht lange und wir hatten unseren Favoriten gefunden und natürlich war es der, der die grösste Show machte und das Publikum bestens unterhielt. Und auch 2024 freuten wir sehr uns auf Harry Bink aus Australien, der, wie wir dachten, den Top-Favoriten, Luc Ackermann aus Deutschland und Maikel Melero aus Spanien ziemlich Druck machen würde, obwohl diese mit ihren beeindruckenden Double Flips und spektakulären Front Flips als Spitzenvertreter der Freestyle Motocrosser im Mittelpunkt der Veranstaltung standen. Diesmal war aber nicht Harry Bink unser Highlight, da er diesmal weder sportlich noch persönlich wirklich aus dem Rahmen fiel – keine Oben-ohne-Show, keine Scherze, alles ganz brav. Tatsächlich war es der Sieger des Abends, Luc Ackermann, der wirklich im Mittelpunkt stand, der sich tatsächlich weit abhob, gefolgt von Marc Pinyol und einem unserer persönlichen Favoriten, Matej Cesak, der uns bereits 2023 mit viel Stil und Körperspannung begeistert hatte.

Aber auch die MTB- und Scooter-Show durfte nicht fehlen, wobei wir sagen müssen, dass sie dank des neuen Wettkampfformats noch einiges attraktiver war. Als Lokalmatador Lucas Huppert aus der Schweiz, der unter anderem gegen Alejadro Bonafe aus Spanien antrat, auf dem 12 Meter hohen Mega Tower stand, wurde uns schon ziemlich mulmig, aber natürlich ohne Grund, denn die Profis beherrschen ihr Handwerk ohne Wenn und Aber. Dass Alejandro Bonafe es dann ganz oben aufs Siegertreppchen schaffte, war absehbar, da er mit seinen Doubleflip to Bounce Frontflips wirklich überzeugte und auch optisch einiges hermachte.

Die Euro-Tramp-Show, die in Zürich ihre Premiere feiert, fand nicht durchgehend Zuspruch. Wer halt hauptsächlich für Motocross anreist, kann die besten Freestyle Trampolinspringer Europas und deren Spins und Flips, die man maximal in der Zeitlupe zählen konnte, nicht genügend würdigen. Aber so ist da halt, wenn man verschiedene Disziplinen in eine Veranstaltung packt. Aufregend war es aber auf jeden Fall und es wurde einem beim Zuschauen fascht schon etwas schwindelig.

Wer mit den Trampolin-Springern nicht so viel anfangen konnte, hatte immer noch die Möglichkeit, die Feuershow der Psycho Dolls in ihren knappen Outfits samt Pyroeffekten zu bewundern, die auch dieses Jahr wirklich wieder ein Highlight war.

Wer Lust hatte, konnte sich nach der Show im Foyer noch von allen Sportlern Autogramme geben lassen. Wer seinen Lieblingsfahrer also persönlich treffen wollte, hatte hier die Gelegenheit.

Es ist sehr gut möglich, dass wir uns auch für die nächste Ausgabe von Night of the Jumps wieder Tickets besorgen werden, doch zuerst folgt im März Masters of Dirt, die sich als „The Craziest Freestyle Show“ bezeichnet. Man darf gespannt sein.

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