The Phantom of the Opera 2024 im Musical Theater Basel

The Phantom of the Opera von Andrew Lloyd Webber ist wohl das bekannteste und beliebteste Musical aller Zeiten. Die Geschichte des missgestalteten Genies, das in den Katakomben der Pariser Oper haust und sich unsterblich in die schöne Sängerin Christine Daaé verliebt, fasziniert seit Jahrzehnten und bleibt aktuell, was nicht zuletzt an der Entwicklung der Hauptrollen liegt.
Zum 1. Mal seit gut 30 Jahren ist dieses Meisterwerk zurück in der Schweiz. Vom 6.11. – 22.12.2024 treibt das Phantom bzw. the phantom (immerhin wird die englische Originalversion aufgeführt) im Musical Theater Basel sein Unwesen und begeistert treue Anhänger und Neulinge gleichermassen.

Finally! Einen Punkt auf unserer Bucket List konnten wir am 9. November 2024 abhaken. Seit unserer Kindheit, als wir die offiziellen Musikvideos von The Phantom of the Opera und Music of the Night mit Sarah Brightman und Michael Crawford im TV gesehen hatten, verspürten wir den Wunsch, das Musical The Phantom of the Opera einmal live auf der Bühne erleben zu dürfen. Da Auslandreisen nie in Frage kamen (finanzielle Gründe oder andere Verpflichtungen), blieb uns dieser Wunsch aber lange verwehrt. Und wenn man bedenkt, dass dieses Meisterwerk vor gut 30 Jahren zum letzten Mal in der Schweiz zu sehen war, kann man von einer relativ langen Wartezeit sprechen. Dafür war es aber nun etwas wirklich Besonderes für uns.

Eine Geschichte für die Ewigkeit – vom Roman zum Musical

Die Handlung des Musicals basiert auf dem französischen Roman „Le Fantôme de l’Opéra“ von Gaston Leroux, der erstmals 1910 veröffentlicht wurde. Die Geschichte des entstellten Genies, das in den Katakomben der Pariser Oper haust und sich in die junge Sängerin Christine Daaé verliebt hat, um als „Engel der Musik“ ihre Karriere zu fördern mit der Absicht, sie für sich zu gewinnen, ist eine tragische Dreiecksgeschichte und eine Mischung aus Gothic-Romantik und Thriller, angereichert mit Elementen des Mystery-Genres.
Andrew Lloyd Webber war von der Tragik und Dramatik der Geschichte zutiefst fasziniert, weshalb er Anfang der 1980er-Jahre eine Idee für ein Musical zu entwickeln begann. The Phantom of the Opera war durchaus nicht sein erstes Musical. Zuvor hatte er sich schon einen Namen mit Stücken wie Jesus Christ Superstar, Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat, Evita, Cats und Starlight Express gemacht. Bei letzterem hatte er bereits erfolgreich mit Librettist Richard Stilgoe zusammengearbeitet, welchen er erneut ins Boot holte. Etwas später kam Charles Hart dazu. Die Partitur des Musicals enthält eine Mischung aus Opernklängen, dramatischen Rockeinflüssen und klassischen Balladen, die – ohne zu übertreiben – Unsterblichkeit erlangt haben.
Für die weibliche Hauptrolle setzte er auf seine damalige Frau, Sarah Brightman, die über einen aussergewöhnlichen Stimmumfang und eine enorme Bühnenpräsenz verfügte. Mit Christine wollte er eine Rolle für sie schaffen, die ihre stimmlichen Fähigkeiten zur Geltung bringen konnte. Ein aussergewöhnlicher Liebesbeweis, aber auch ein Zeichen für seine Expertise, denn noch heute gilt sie als eine der grossen Favoritinnen dieser Rolle, ebenso wie ihr Bühnenpartner, Michael Crawford, als Phantom, bei der Uraufführung am 9. Oktober 1986 im Her Majesty’s Theatre in London.

1988 startete The Phantom of the Opera am Broadway, wo es schnell zu einem Dauerbrenner wurde. Es hielt den Rekord als die am längsten laufende Show in der Broadway-Geschichte.

©Phantom of the Opera

Eine Moderne und phsychologisch spannende Inszenierung auf Tour

Stephen Barlow, Regisseur der aktuell im Musical Theater Basel gastierenden Tourproduktion von The Phantom of the Opera stieg zur Vorbereitung auf seine Inszenierung nicht nur in die Tiefen der Pariser Oper ab, um alle Schauplätze inkl. des unterirdischen Sees mit eigenen Augen zu sehen, nein, er wagte sich auch tief in die Psyche des Phantoms  und stellte fest, dass Eric, wie das Phantom wirklich heisst, alle Anzeichen einer Narzisstischen Persönlichkeitsstörung aufweist. Dazu gehört z.B. sein verzweifelter Wunsch, bewundert zu werden, ohne selbst nur einen Funken Empathie in sich zu tragen. Hinzu kommt seine offensichtliche bipolare Störung, die es ihm ermöglicht, Gentleman, Genie und Monster zu sein, ein brillanter Komponist, Architekt und Magier, aber auch ein psychopatischer Serienkiller. Ja, das Phantom wäre ein wirklich spannender Patient für jeden Psychiater, der bei seiner Therapie wahrscheinlich zum Ergebnis kommen würde, dass ein Leben voller Abneigung, Abweisung und ohne jegliche Liebe (nicht einmal von seiner Mutter) ihn zu dem gemacht hat, was er ist. Wer nie selbstlose Liebe erfahren hat, wird nie selbstlose Liebe empfinden können.

©Phantom of the Opera

Dass es in der Hand des Regisseurs liegt, die Hauptrollen zu entwickeln und aktuellen Rollenbildern anzugleichen, um eine stärkere Identifikation zu ermöglichen, ist bekannt. Doch nicht für jeden sind diese, wenn auch minimalen Änderungen, wirklich eine Verbesserung. Gerade bei beliebten Musicals, möchte das Publikum „sein“ Phantom, „seinen“ Rum Tum Tugger (Cats) und „seinen“ Tod (Elisabeth). Dabei kann es wirklich spannend sein, sich auf neu interpretierte Rollen einzulassen, FALLS der Darsteller die entsprechende Leistung bringt und es schafft, das Publikum für sich einzunehmen. Es ist ja nicht nur ein Mal passiert, dass ein charismatischer Darsteller eine Rolle komplett neu ausgerichtet und geprägt hat. So wird bei The Phantom of the Opera manchmal der Horror-Faktor betont und das Phantom als wirklich bedrohlich dargestellt, in anderen Inszenierungen wird auf romantische und melodramatische Aspekte fokussiert.

In der aktuellen Tourproduktion wurde, wie bereits angedeutet, die Psyche des Phantoms sehr stark heraus gearbeitet und Nadim Naaman ist ein Phantom, wie es im Buche steht. Er ist kein geheimnisvoller, aber sexy Einzelgänger, wie es Gerard Butler in der Filmversion von 2004 darstellte, aber auch kein übermächtiger Operngeist. Nein, dieses Phantom ist durch und durch menschlich, was für manche ein Kritikpunkt sein könnte, da er relativ früh im Stück entmystifiziert wird, ihn in unseren Augen aber besonders spannend und in einer gewissen weise auch bedrohlich macht. Seine unsichere Körpersprache, die er gegenüber anderen Menschen an den Tag legt, spricht Bände. Fehlende Erfahrung im sozialen Kontkt und die tiefsitzende Angst, demaskiert und abgewiesen zu werden, haben ihn zu einem zutiefst misstrauischen Wesen gemacht und mit zu erleben, wie unrealistisch und aussichtslos sein Ansinnen, Christine für sich zu gewinnen ist, schmerzt richtig. Sein Jähzorn und Rachedurst machen ihn aber stark und gefählich, was für das Publikum augenblicklich spürbar ist. Seine verzweifelte Umarmung, als Christine ihn am Schluss küsst, verstärkt noch einmal das Gefühl, dass dieses Phantom keine sexuelle, sondern wirklich eine emotionale Verbundenheit ersehnt, was umso tragischer ist. Überhaupt scheinen seine Vorstellungen die eines pubertierenden Jungen zu sein, der der Realität eigentlich gar nicht gewachsen ist. Darstellerisch eine wirklich herausragende Leistung und – wie es sicher auch sinnvoll ist – die prägnanteste und facettenreichste Rolle im Stück. Gesanglich ist ebenfalls absolut nichts auszusetzen, im Gegenteil. Seine gefühlvolle Stimme ist fähig alle Nuancen seines Spiels aufzunehmen und zu transportieren. Sein Stimmumfang ist gewaltig und sowohl die ganzen Tiefen, als auch die hohen Passagen klingen voll und lebendig und machen Songs wie Music of the Night oder Point of no Return zu echten Highlights. Eine wirklich herausragende Leistung von Naaman.

©www.leslynch.ch

Auch Christine hat sich stark verändert, denn aus dem unschuldigen, naiven Mädchen, das sich ihrem „Engel der Musik“ blind auslieferte, wie es bei Sarah Brightman oder auch im Film der Fall war, ist eine selbstbewusste Frau geworden, die vom Phantom nach wie vor fasziniert ist, aber sehr schnell hinter die Maske blickt. In der aktuellen Tourproduktion hat Christine wenig Unschuldiges an sich. In der Nachmittagsvorstellung des 9. November spielte keine der beiden alternierenden Christines, sondern Maria Conneely. Mit viel Weiblichkeit und Sinnlichkeit stürzt sie sich, wie es scheint, Hals über Kopf, aber völlig bewusst ins Abenteuer. Stimmlich im 1. Akt etwas instabil, überzeugt sie nach der Pause mit kraftvoller Stimme und schönen Koloraturen. Selbst wenn wir eher die unschuldige Christine bevorzugen, begeisterte uns ihr authentisches Spiel, auch zusammen mit Eric und Raoul.
Raoul, der Vicomte de Chagny, der in unseren Augen seit jeher die Verkörperung eines waschechten Helden war, beschützend und liebevoll, wird von Dougie Carter verkörpert. In dieser Inszenierung wirkt Raoul etwas selbstverliebt und überheblich, entdeckt aber nach und nach seine  beschützende Seite. Seine warme Stimme harmoniert perfekt mit Maria Conneelys Sopran und lässt das Duett All I ask of you auf dem Dach des Opernhauses zu einem echten Highlight werden. Dennoch kommt man bei dieser Verpaarung nicht umhin, an den Captain eines Football-Teams und seine Cheerleader-Freundin, wie sie in den meisten Highschool-Filmen vorkommen, zu denken. Dass die beiden besser zusammenpassen, als Christine und Eric ist offensichtlich und lässt nie den Eindruck entstehen, dass Christine wirklich eine Entscheidung treffen muss.

©Phantom of the Opera

Die weiteren Rollen sind hervorragend besetzt und erstaunlich gut ausgearbeitet. Lara Martins als überdrehte Operndiva Carlotta überzeugt mit kraftvollem, melodischem Sopran und ist auch mit ihrem komödiantischen Talent die perfekte Wahl für diese Rolle. Auch Valerie Cutko als Madame Giry und Anna Mullan als Meg Giry (wobei sie für uns vom Typ her die perfekte Christine gewesen wäre) wissen zu begeistern und tragen einen wichtigen Teil zum Vorankommen des Stücks bei. Und zum ersten Mal waren wir sogar von den beiden Opern-Direktoren Firmin und Andre nicht gelangweilt. Nicholas Garrett und Arvid Larsen spielen und singen ihre Parts mit viel Finesse und Energie.

Herausragend und hochprofessionell ist auch das Ensemble. Tänzerisch und sängerisch bleiben keine Wünsche offen.

©Phantom of the Opera

Wie opulent kann eine Tourproduktion sein?

Für die Tour 2024 von The Phantom of the Opera wurde das Bühnenbild von Paul Brown entworfen. Brown ist bekannt für seine Arbeit an einer modernisierten Version des Bühnenbilds, die bereits in früheren Tourneeproduktionen verwendet wurde. Sein Design unterscheidet sich von dem klassischen, opulenten Bühnenbild von Maria Björnson, das bei der Originalproduktion verwendet wurde. Sein Konzept betont eine flexiblere und mobilere Kulisse, um den Transport und Aufbau während einer Tour zu erleichtern, ohne dabei die Essenz der ursprünglichen Ästhetik zu verlieren. Es enthält raffinierte technische Elemente, die eine intensivere Nutzung von Projektionen und Licht ermöglichen und so das dramatische und düstere Ambiente des Musicals beibehalten.
Für uns, die noch keine andere Version dieses Musicals live erlebt haben, war alles einfach überwältigend. Wenn man sich in die Thematik einliest, merkt man schon, dass abgespeckt wurde, was in unseren (unschuldigen) Augen überhaupt kein Nachteil war. Es gibt den Kronleuchter. Check! Es gibt für das Phantom und Christine die Möglichkeit, aktiv in den Untergrund abzusteigen. Check! Es gibt das Operndach, ein Boot, Erics verstecktes Zuhause, Nebel, einen Elefanten, den berühmten Spiegel… Check, Check, Check, Check, Check und Check. Alles andere sind Details. Es ist überwältigend und wunderschön und der Einsatz von Lichttechnik sorgt für die entsprechende Stimmung. Und wenn man direkt unter dem Kronleuchter sitzt und weiss, dass dieser herunterstützen wird, könnte die Aufregung nicht grösser sein, wenn er zu flackern beginnt. Aber uns ist schon bewusst, dass die Originalversion noch etwas aufwändiger ist, dennoch können wir unendlich dankbar sein, dass sowas auf Tour möglich ist und wir nicht mit ein paar Vorhängen und 3D-Projektionen abgespeist werden (wer die Version von Sasson/Sautter gesehen hat, weiss, wovon wir sprechen, wobei auch diese Version ihre Fans hat). Lediglich die Friedhofs-Szene hat etwas gefehlt. Diese wurde einfach noch einmal auf das Dach der Oper verlegt. Aber damit konnten wir leben.

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Nein, das Creative Team dieser Inszenierung schafft es, die Essenz von The Phantom of the Opera einzufangen und Tournee-gerecht auf die Bühne zu bringen und viele verschiedene, zauberhafte Szenerien zu schaffen. Sei dies Erics Reich, das trotz seiner präsenten Orgel wie eine kleine Insel wirkt, die ganz am Schluss in der Dunkelheit verschwindet (was für eine berührende Szene!) oder Masquerade mit den vielen, phantasievollen Kostümen und der wechselnden Beleuchtung, die das goldene, prunkvolle Bühnenbild erstrahlen lässt, die Stimmung ist jederzeit auf dem Punkt. Auch die Hintergrundbilder wie der Rosenvorhang bei Prima Donna oder das pastellige Design bei Il Muto sind zauberhaft. Es wird wirklich viel geboten.

©Giulia Marangoni

Und kostümtechnisch bleiben ebenfalls keine Wünsche offen. Alles wirkt hochwertig und teilweise sehr pompös, wie es sich für Operninszenierungen gehört.

©Giulia Marangoni

Help me make The Music of the Night…

Da die legendäre Musik von Andrew Lloyd Webber für viele das ist, was das Musical ausmacht, ist es sehr entscheidend, eine entsprechende Klangqualität hinzukriegen. Mit einem 14-köpfigen Orchester (wenn wir richtig gezählt haben), entspricht dies der Grösse des Orchesters, welches seit 2021 auch am West End im Einsatz ist. Und wie Webber selbst meinte, ist es mit der verbesserten Tontechnik heutzutage absolut möglich, mit weniger Musikern ein ebenso beeindruckendes Klangerlebnis zu erzeugen. Einige mögen zwar eine gewisse Synthesizer-Überlast heraushören, aber für uns war es perfekt. Alleine das machtvolle Intro nach der Versteigerung liess Gänsehaut am ganzen Körper entstehen und Angel of Music liess unsere Vorfreude ins Unermessliche steigen (hier gefiel uns auch die Szenerie mit dem Corps de Ballet im Hintergrund sehr). The Phantom of the Opera, der Song, der jeder, wirklich JEDER auf dieser Welt kennt, war der Augenblick, auf den wir gewartet hatten und war genau so atemberaubend, wie erhofft und Music of the Night entführte uns dank Nadim Naamans gefühlvoller Stimme in seine dunkle Welt voller Sehnsucht… Manchmal darf man auch einfach nur geniessen, ohne zu werten. Und für uns war es der pure Genuss! Und wenn wir die Zuschauer um uns herum betrachteten oder ihren Gesprächen lauschten, war die Begeisterung ebenfalls gross.

©Giulia Marangoni

Unsere Highlights

In jeder noch so guten Show gibt es immer Momente, die besonders in Erinnerung bleiben, weil sie einen wirklich begeistern. Bei The Phantom of the Opera gibt es jede Menge solcher Momente. Unser absolutes Highlight ist Nadim Naaman aka das Phantom selbst. Jeder seiner Bühnenminuten ist geprägt von Intensität und vielfältiger, sehr realistischer Emotionen. Ebenfalls zu den Highlight gehören seine Stimmungswechsel, wie z.B. als nach All I ask of you Rache schwört und dabei darstellerisch und stimmlich zu brennen beginnt.

Dann wie bereits erwähnt, die verzweifelte Umarmung und diese fascht schon kindliche Bedürftigkeit, wie auch die Schlussszene, als er mit der Affenspieluhr am Boden sitzt, völlig alleine und hoffnungslos und langsam in der Dunkelheit verschwindet.

You will curse the day you did not do, all that the Phantom ask of you.

Sollte man The Phantom of the Opera im Musical Theater Basel besuchen?

Oh ja! Unbedingt! Dieses legendäre Musical, quasi das Musical aller Musicals ist IMMER einen Besuch wert, völlig egal, ob man es schon gesehen hat oder nicht. Nutzt diese Gelegenheit und versüsst euch und euren Lieben die Vorweihnachzszeit.

The Phantom of the Opera könnt ihr noch bis am 22.12 2024 im Musical Theater Basel sehen und die Tickets gibt’s hier.


Cast

The Phantom: Nadim Naaman
Christine Daaé: Maria Conneely
Raoul, Vicomte de Chagny: Dougie Carter
Carlotta Giudicelli: Lara Martins
Madame Giry: Valerie Cutko
Monseiur Giles André: Arvid Larsen
Meg Giry: Anna Mullan
Monseiur Richard Firmin: Nicholas Garrett
Ubaldo Piangi: Matthew McDonald
Joseph Buquet: Kalender Nolan

© 2024 Broadway Entertainment Group

Original London and New York productions by Cameron Mackintosh and The Really Useful Group Ltd.

http://www.broadwayentertainmentgroup.com

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