Jurassic World: The Exhibition in der Messe Basel

Dinosaurier faszinieren die Menschheit seit der Entdeckung der ersten Fossilien im Jahre 1824. Doch als 1993 der erste Jurassic Park im Kino über die Leinwand flimmerte, konnte dem Hype um die riesigen Urzeitechsen kein Einhalt mehr geboten werden. Dinosaurier wurden Kult und so manch einer wünschte sich insgeheim – obwohl er dank der Filme die Konsequenzen kannte – einmal selbst einen echten Dinosaurier bewundern zu dürfen.
Seit dem 11. Oktober 2024 ist dies nun möglich. In der Messe Basel ist Jurassic World: The Exhibition zu Gast und lädt  grosse und kleine Fans ein, den vielleicht nicht gerade lebenden, aber immerhin lebensgrossen Dinosauriern auf der Isla Nublar einen Besuch abzustatten.

Als Steven Spielberg 1993 in Jurassic Park die Dinosaurier auf der Kinoleinwand zum Leben erweckte, traf er einen Nerv. Die Begeisterung für die Urzeitechsen explodierte gerade zu und liess einen waren Hype entstehen. Es entstanden bisher 6 Filmen, wobei auf die ersten drei Jurassic Park-Teile drei Jurassic World– Filme folgten, wodurch d die Filmreihe mit einem Gesamteinspielergebnis von über 6,08 Milliarden US-Dollar auf Platz 7 der bisher erfolgreichsten Filmreihen landete (die gesamte Liste findet ihr hier). Der letzte Teil kam im Jahr 2022 ins Kino.

Doch wie es sich für eine gute Massenhysterie gehört, beschränkte sich die Dino-Liebe nicht aufs Kino sondern fand Einzug in Kinder- und Jugendzimmer in Form von Videogames, Spielzeug, Kleidung und und und… Ja, die Omnipräsenz von T-Rex und Co war und ist, einmalig und mehr als eine Modeerscheinung, was sicher daran liegt, dass es diese Lebewesen wirklich gab und auch die Generationen, die nach uns kommen werden, diese Tatsache als ebenso faszinierend empfinden werden. Dass Dino-Liebe sich nicht auf eine bestimmte Altersgruppe beschränken lässt, ist aber auch eine Tatsache. 80s- und 90s-Kids finden Dinosaurier auch noch spannend, wenn sie selbst Kinder haben und schon wird die neue Generation infiziert.

Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass Jurassic World: The Exhibition einen wahren Siegeszug um die Welt angetreten hat, und seit seinem Start im Oktober 2024 in der Messe Basel wegen seines grossen Erfolgs auch bereits bis am 9. März 2025 verlängert wurde, was uns sehr glücklich macht, da wir aufgrund unseres vollen Showkalenders im vergangenen Jahr nicht die Möglichkeit hatten, den Dinos live zu begegnen. Am 31. Januar war es dann aber auch für uns so weit und wir hätten nicht aufgeregter sein können, als wir die Isla Nublar besuchten.

Ranger und Saurier-Babysitter mit Leib und Seele

Wenn man sich eine Ausstellung mit lebensgrossen Dinosauriern ansieht, geht man zuerst einmal davon aus, dass es diese sein würden, die den grössten Eindruck hinterlassen. Dem ist natürlich auch so, selbstverständlich, denn sie sind grossartig. Doch richtig begeistert haben uns auch die Mitarbeiter vor Ort, die absolut in ihren Rollen aufgehen und den Besuch in Jurassic World für alle Besucher – egal ob gross oder klein  – zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Vom Kapitän auf dem Schiff, das uns auf die Insel übersetze, über die Labormitarbeiter bis hin zu den Rangern, den Tierpflegrn und Dino-Trainern, es war ein Riesenspass, sich mit Ihnen zu unterhalten, als befänden wir uns wirklich auf dieser Insel. Unsere Gespräche drehten sich um Baby-Saurier und wie diese versorgt werden, wir fachsimpelten aber auch über die Ernährung des Stygimolochs und das Jagdverhalten der Raptoren und liessen uns Tricks geben, wie wir bei einem Ausbruch überleben könnten. Alle Mitarbeitenden sind unglaublich freundlich und offen und in manchen Fällen richtig tolle, extrem glaubwürdige Darsteller und auch stets bereit, Fotos von den Besuchern zu machen. Gerade Letzteres spricht für die Fortschrittlichkeit dieser Ausstellung, da die Besucher natürlich Erinnerungen möchten. Doch eins wird einem bereits auf der Überfahrt eingebleut: Fotos dürfen nur ohne Blitz gemacht werden und Videos ohne Licht, da es die Dinosaurier stören oder auf einen aufmerksam machen könnte, was bei gewissen Arten tödliche folgen haben könnte.. Ja, der Job wird ernst genommen.

Ein sanfter Riese: der Brachiosaurus

Das 1. Highlight der Tour ist der riesige Brachiosaurus, der sich direkt hinter dem Eingang zu Jurassic World befindet. Seine wahre Grösse lässt sich nur erahnen, da wir lediglich seinen langen Hals und den Kopf zu sehen kriegen, der aus dem Gehege ragt. Doch schon das alleine verfehlt seine Wirkung nicht… Es ist atemberaubend, wie detailgetreu diese Tiere gearbeitet sind, von der Struktur der Haut über die Bewegungen bis hin zu den Lauten, die sie von sich geben. Die Illusion ist perfekt. Völlig überwältigt bestaunen wir den pflanzenfressenden Riesen mit den sanften Augen und konnten uns kaum losreissen.

Tipp: Versucht, möglichst viel Zeit beim Brachiosaurus zu verbringen, er ist der absolut grossartigste Foto-Spot der ganzen Ausstellung.

Der Stygimoloch im Tiertransporter

Wenn man den Brachiosaurus hinter sich gelassen hat, erreicht man relativ rasch den Tiertransporter, in dem sich ein weiterer Dino bemerkbar macht, zwar ein viel kleinerer, aber einer mit beachtlicher Stirnplatte: der Stygimoloch. Da er etwas scheu ist, muss man hier etwas Zeit aufwenden, bis er seinen Kopf aus dem Transporter streckt. Aber diese Zeit lässt sich prima mit einem der Tierpfleger verbringen, der spannende Facts über den Pflanzenfresser zu berichten hat. Hier erfahren wir auch, dass wir im Labor, das sich hinter der nächsten Tür befindet, einen Baby-Stygimoloch streicheln dürfen.

Der Ort, an dem alles begann: Das Labor

Wo die Räume mit den ausgewachsenen Dinos eher dunkel und natürlich gehalten sind, erstrahlt das Labor in sterilem Weiss. Dieser Raum ist eigentlich der Wichtigste der ganzen Jurassic-Welt, denn an so einem Ort wurde damals in Jurassic Park Spuren von DNA aus dem Blut eines Dinosauriers gewonnen. Und wo fand man dieses Blut? Natürlich im Magen einer Mücke, die damals vor Millionen vom Jahren nach dem Stechen in Baumharz eingeschlossen wurde, welches sich dann zu Bernstein einwickelte (diese Einschlüsse nennen sich übrigens Bernsteinklusen). Solche Bernsteine mit eingeschlossenen Mücken lassen sich übrigens an den Laborwände bestaunen. Im Raum verteilt stehen Brutkästen mit Eiern, Schaukästen mit Dino- Exkrementen, die man durch Gummihandschuhe befühlen kann (ja, das klingt merkwürdig) und ein transparenter Kasten in dem man geschlüpfte Saurolophus-Babys unter wärmenden Infrarot-Licht bewundern kann. Diese sind absolut zauberhaft. Wie sie atmen und sich sanft bewegen… Da kriegt man richtig Muttergefühle. Wir wünschten, wir hätten dort noch etwas mehr Zeit verbracht, doch wie könnte man widerstehen, wenn die Labormotarbeiter mit einem Stygimoloch-Baby auf dem Arm den Raum betreten und man dazu aufgefordert wird, es zu streicheln? Dass die jungen Besucher bei dieser lebensnahen Darstellung tatsächlich glauben, ein echtes Dino-Baby zu streicheln, ist klar. Denn selbst, wenn wir wussten, dass es sich um eine Handpuppe handelt, die von der „Labormitarbeiterin“ bewegt wird, konnten auch wir uns absolut der Vorstellung hingeben, gerade eine kleine Urzeitechse zu berühren. Und dieses Baby schien die Streicheleinheiten definitiv zu geniessen, allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt, dann brauchte es wieder etwas Ruhe, wie auch Menschenbabys.

Velociraptoren – Hochintelligente, aber tödliche Jäger

Wer Jurassic Park/World kennt, weiss, dass die im Vergleich zu T-Rex und Co eher kleinen, aufrecht gehenden Dinos, durch ihr ausgeklügeltes Gruppen- Jagdverhalten und ihren hochentwickelten Intellekt kaum ein Opfer entkommen lassen: Die Velociraptoren. Deshalb macht es sicher Sinn, die vier energiegeladenen Jäger nur fixiert und mit Maulkorb zu präsentieren. Schnell merkt man, dass eine der Fixierstationen leer ist: Blue fehlt. Wer Jurassic World gesehen hat, dem sagt dieser Name natürlich etwas, genau so wie Delta, Echo und Charlie. Die vier Velociraptoren-Schwestern spielen nämlich wichtige Rollen, vor allem Rudelführerin Blue.
Auch hier hat man die Möglichkeit die beeindruckenden Figuren zu betrachten. Näher als hier kommt man keinem der ausgewachsenen Saurier in der Ausstellung. Wir bewunderten die Haut der Tiere und die lebendigen, sich unaufhörlich bewegenden Augen, ihre Atmung sowie die Kraft, mit welcher sie versuchten, sich aus der Fixierung zu befreien. Faszinierend! Zeitgleich taten sie uns total leid, so gefangen und exponiert zu sein. Die Tierpflegerin versicherte uns aber, dass dies nur für eine halbe Stunde täglich der Fall sei, um sie den Besuchern zu präsentieren und es aus Sicherheitsgründen anders gar nicht möglich sei. Ja, so sind wir Menschen nun mal.
Im angrenzenden, verschlossenen Raum durften wir dann Blues Training beiwohnen. In einem unter Hochspannung stehenden Gehege, das leider nicht all zu gut ausgeleuchtet war, verfolgten wir, wie der Tiertrainer (was für ein toller Schauspieler mit einmaliger Stimme!) das nervöse Tier trainierte.

Fossilien Freilegen für kleine Entdecker und ein Meet and Greet mit Baby Bumpy

Im nächsten Raum ist etwas Ruhe angesagt. In der Mitte des Raumes dürfen die kleinen Entdecker im Sand buddeln und Fossilien freilegen. Auch gibt es einen Dinosaurierschädel und ein Knochen in Originalgrösse zu bestaunen. Das Highlight ist aber erneut das Treffen mit einem Baby-Saurier, diesmal Baby Bumpy, der kleine Ankylosaurus bekannt aus der Animationsserie Jurassic Park Camp Cretaceous.

Indominus Rex – Der genetische Hybride mit Killerinstinkt

Nach dem Zuckerschock, den Baby Bumpy ausgelöst hat, betreten wir das düstere Gehege des Indominus Rex. Dieser künstliche erschaffene Killer vereint genetische Merkmale folgender Tiere: Deinosuchus, Giganotosaurus, Carnotaurus, Velociraptor und der berüchtigte Tyrannosaurus Rex ebenso wie Laubfröschen und Schlangen. An Grösse, Schnelligkeit, Stärke, Aggressivität und Intelligenz kaum zu übertreffen, besitzt er auch noch die Fähigkeit, seine Wärmesignatur zu verbergen, was es ihm einfach macht, unentdeckt zu bleiben. Wie schon beim Brachiosaurus sehen wir auch hier nur den Kopf des genetischen Hybriden, der ist aber mächtig beeindruckend.

Endlich in einer Gyrosphere sitzen – Jurassic World zum Anfassen

Wer Jurassic World gesehen hat, hat sich bestimmt schon einmal gewünscht, in einem dieser Kugelfahrzeuge durch das Gyrospere Valley zu fahren und Ankylosaurier , Apatosaurier, Parasaurolophuse, Sinoceratopse , Stegosaurier und Triceratopse zu bewundern. Ganz erfüllt sich dieser Wunsch auch bei Jurassic World -The Experience nicht, dennoch hat man die Möglichkeit, sich in eine der berühmten Gyrospheren zu setzen und Fotos zu machen. Eine Erinnerung, die bleibt, ebenso wie die Erinnerungsfotos, die vor Beginn der Tour geschossen werden und ganz zum Schluss im Merchandise-Bereich ausgedruckt werden können.

Der Rockstar unter den Dinosauriern:  T-Rex himself

Auch wenn der Indominus Rex der wahrscheinlich gefährlichste aller Dinosaurier im Jurassic-Universum ist, bleibt der Tyrannosaurus Rex der unerreichte König auf der Beliebtheits-Skala, denn den gab es wirklich. Und in der Ausstellung ist er wirklich beeindruckend, wenn er brüllend durch sein Gehege stapft. Natürlich hoffen alle Besucher auf einen Notfall mit diesem Killer. Wird er ausbrechen? Was dürfen wir erwarten? – Das erfahrt ihr nur, wenn ihr Jurassic Park – The Exibition selbst besucht. Wir werden auf jeden Fall nie vergessen, wie der Ranger, als einer der Besucher T-Rex mit Blitz fotografierte, panisch rief:

Verdammt nochmal! Kein Blitz! Jetzt weiss er, dass wir hier sind!

DAS ist Einsatz- pur!

Merchandise über Merchandise

Am Ende der Tour erwartet die Besucher noch ein wahres Merchandise-Paradies, in dem man sich mit Shirts, Figuren, Plüschtiere etc. eindecken kann. Denn der Jurassic Hype ist ungebrochen und nach einem Besuch bei Jurassic World – The Exibition mit Sicherheit ganz neu entfacht.

Wir auf jeden Fall hatten einen Nachmittag voller Aufregung, Spass und Wissenstranfer und die Möglichkeit, die Grösse dieser Urzeitechsen, die einst unseren Planeten bevölkerten, live zu erleben, war eine Erfahrung, die wir nicht missen und euch auf keinen Fall vorenthalten möchten. Deshalb nutzt die Gelegenheit und besucht Jurassic World – The Exhibition noch bis am 9. März 2025 in der Messe Basel.

Öffnungszeiten:
von Mi. bis So. 10.00 – 18.00 Uhr

Preise:
Die Eintrittspreise variieren je nach Besuchstag.
– Erwachsene ( ab 17 Jahren): ab CHF 44,60
– Kinder (3-9 Jahre): ab CHF 34,40
– Kinder (10-16 Jahre): ab CHF 39,50
Es gibt diverse weitere Tarife für Familien, Gruppen, AHV, Schulen und Studierende. Die Eintrittskarten sind für ein bestimmtes Zeitfenster gültig.


Ein herzliches Dankeschön an Act Entertainment für die Möglichkeit, in die Jurassic World einzutauchen und noch einmal Kind zu sein.


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