Wer hätte gedacht, dass es so viel Spass machen könnten, zwei Mormonen dabei zuzusehen, wie sie versuchen, in Uganda das Buch Mormon samt dem dazugehörigen Glauben den Einheimische schmackhaft zu machen?
Aber das ist die Story von The Book of Mormon, dem vielleicht erfolgreichsten Musical des 21. Jahrhunderts, das vom 4. – 23. Februar 2025 erneut im Theater 11 in Zürich zu Gast ist und das Publikum mit seinem sensationellen, intelligenten, aber rabenschwarzen Humor zum Lachen und Staunen bringt. Kein Wunder, wenn die Schöpfer von South Park am Werk sind. Doch zeitglich ist dieses Musical eine Liebeserklärung an alle grossen Broadway-Show. Ein Spektakel, dass man nicht verpassen sollte.
Kennt man eins, kennt man alle. So die Meinung vieler Nicht-Musical-Fans. Doch so einfach ist das doch nicht. Denn ab und zu gelingt jemandem ein Genie-Streich, wie es z.B. bei SIX- The Musical der Fall war, das wir im April 2024 rezensieren durften. Eines, das ebenfalls aus dem Rahmen fällt, obwohl es bewusst den Zauber der grossen Broadway-Musicals kopiert, ist The Book of Mormon, das vom 4. – 23. Februar 2025 im Theater 11 in Zürich Halt macht. Zu sehr entspannen sollte man sich allerdings nicht, denn wer ahnungslos Tickets kauft und sich überraschen lässt, wird definitiv überrascht werden… So etwas hat man wirklich noch nicht gesehen. Selbst wir, die durch unsere Recherche vorab, wussten, auf was wir uns einstellen können, erlebten einige Momente purer Fassungslosigkeit (allerdings positiver Art).
The Book of Mormon ist ein satirisches Musical von Trey Parker und Matt Stone, den beiden Schöpfern von South Park (ja, genau, South Park, die kontroverseste Animationsserie der Jahrtausendwende) sowie Robert Lopez (einem der musikalischen Köpfe hinter Avenue Q und Disney’s Frozen). Da das Duo Parker/Stone in seiner Jugend mit Musicals wie Les Misérables aufwuchs, hatte es den Wunsch eine Show zu schaffen, die traditionelle Broadway-Musicals feiert, aber dennoch ihren eigenen bissigen Humor besitzt. Dafür perfekt geeignet erschien den beiden das Mormonentum, welches sie schon länger faszinierte. Während sieben Jahren entwickelten sie dieses preisgekrönte Musical (neun Tony Awards und einen Grammy), das die Absurdität religiöser Dogmen, die westliche Haltung gegenüber Entwicklungsländern, aber auch traditionelle Musicals liebevoll auf die Schippe nimmt. Premiere feierte The Book of Mormon am 24. März 2011 am Broadway und war von Beginn an – eventuell auch wegen seines intelligenten Humors und, ja, etwas respektlosen Ansatzes – ein grosser Erfolg, obwohl es, wie schon bei South Park, Konfrontationen mit heiklen Themen gibt und dadurch polarisiert. Das Stück lief am Broadway über ein Jahrzehnt und tourte weltweit, darunter durch London, Australien und mehrere andere Länder. In Deutschland gab es bisher keine deutschsprachige Produktion, es ist bei englischsprachigen Musical-Fans aber auch hier sehr beliebt. Und als The Book of Mormon 2019 im Theater 11 gastierte, störte sich auch niemand dran. Seien wir ehrlich, manche Inszenierungen verlieren mit deutscher Übersetzung an Charme, deshalb sind englische Original-Produktionen oft ein viel grösserer Spass.
Wenn die Missions-Arbeit keinen Erfolg zeigt, ist Kreativität gefragt
The Book of Mormon erzählt die Geschichte zweier junger Mormonenmissionare, Elder Price und Elder Cunningham, die von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) in ein kleines, von Armut und Konflikten geprägtes Dorf in Uganda entsandt werden, um den Glauben zu verbreiten. Die beiden Missionare könnten nicht unterschiedlicher sein: Elder Price, gespielt von Adam Beiley, der mit ganzer Kraft für einen Einsatz in Orlande gebetet hatte, ist ehrgeizig, optimistisch und glaubt von ganzem Herzen an seine Mission und dass er grosse Dinge vollbringen wird. Beileys Darstellung trifft den Charakter dieser Figur auf den Punkt und verkörpert dessen Entwicklung vom unschuldigen, aber ambitionierten Missionar über dessen Desillusionierung und Enttäuschung bis hin zur kompletten Verblendung perfekt. Und er muss einiges einstecken… im wahrsten Sinne des Wortes. Stimmlich sehr stark, was er unter anderem in seinem Solo I believe beweist, begeistert er aber auch mit seinem fein nuancierten Spiel, das man in den vorderen Reihen so richtig geniessen kann.
Elder Cunningham hingegen ist unsicher und bekannt für seine tollpatschige Art. Zudem neigt er dazu, die Wahrheit etwas zu übertreiben oder sie zu verändern, um sich beliebt zu machen, was ihm aber nie wirklich gelingt. Freunde hatte er nie, weshalb er sich direkt an Elder Price hängt, der – so will es das Buch Mormon – an seiner Seite bleiben muss, aber auch bald, etwas unangenehm berührt, auf Abstand geht. Als hervorragenden Charakterdarsteller erleben wir hier Sam Glen, dem man diese Figur zu 100% abnimmt. Stimmlich ebenfalls ausgezeichnet, bleibt vor allem sein Duett Baptize Me mit Nyah Nish als Nabulungi (zauberhaft unschuldig, kindlich und wissbegierig mit starker Stimme und Starqualitäten, was sie beim emotionalen Sal Tlay Ka Siti unter Beweis stellt) in Erinnerung, da es der Taufe einen beinahe schon romantischen Beigeschmack gibt, der so richtig thematisiert wird.

Als die beiden in Uganda ankommen, stellen sie schnell fest, dass die Einheimischen mit ganz anderen Problemen zu kämpfen haben – darunter Armut, AIDS, Gewalt und ein brutaler Warlord namens General Butt-F***ing Naked (eine Parodie auf reale Warlords in Afrika). Dieser gnadenlose und eiskalte Kerl mit Pokerface sorgt für jede Menge Lacher und eindrückliche Momente, seien sie überraschend brutal oder witzig. Rodney Earl Clarke meistert diesen Spagat mit Bravour und schafft es trotz Mord Sympathiepunkte zu sammeln. Das muss man erst mal schaffen. Aber wer geistesabwesend eine auf dem Hut sitzende Echse streichelt, hat bei uns schon gewonnen.

Die Botschaft der Kirche scheint in diesem Umfeld irrelevant zu sein, was Elder Price an die Nieren geht und seinen Glauben zu verlieren droht. Während er fliehen will, um in sein „Paradies“ (ja, Orlando) zu gelangen stellt sich Elder Cunningham der Verantwortung und verbreiten weiterhin die Geschichten aus dem Buch Mormon, wobei er, um das Ganz etwas aufzupeppen und für die Einheimischen spannender zu gestalten (und weil er auch einfach nicht anders kann, wegen Unwissenheit das Buch Mormon betreffend und in die Enge getrieben) Elemente aus Star Wars und Herr der Ringe mit einflechtet, was tatsächlich Erfolg hat – die Dorfbewohner beginnen, sich mit der Kirche zu beschäftigen, allerdings in einer stark verzerrten Version. Nach jede Menge Chaos endet das Musical als Feier von Gemeinschaft, Glaube und Freundschaft, während es gleichzeitig kritisch, aber humorvoll, auf Religion und die Missionsarbeit blickt.

Himmlische Sphären und ursprüngliche Natur
Wer das Theater betritt, freut sich zuerst einmal an dem herrlichen Bühnenbild von Scot Pask, das sich offenbart. Es ist, als würde man direkt in den Himmel blicken (also die religiöse Auslegung von Himmel, nicht die physikalische, wobei da schon noch ein paar Planeten zu sehen sind), was einen natürlich perfekt auf das Stück einstimmt, ebenso wie der Prolog, in welchem das Publikum eine Kurzfassung der Entstehung und Weitegabe der Goldplatten zu sehen kriegt, samt Mormon, Moroni, Joseph Smith jr. und Jesus. Die Kostüme der nach und nach auftretenden Mormonen-Missionare sind, wie erwartet, penibel, sauber und konservativ mit schwarzen Hosen, weissen Hemden und schwarzen Krawatten und bei der Taufe, ganz in Weiss.

Für die „Afrikanerin“, die zum Abschied an den Flughafen bestellt wurde und in bester Lion King-Manier auf das ursprüngliche Land einstellt, wurde hat Designerin Ann Roth tief in die Kostümkiste gegriffen. Überhaupt scheint The Lion King die einzige – wenn auch sehr romantisierte – Vorstellung von Afrika zu sein, die die Mormonen haben, weshalb im Verlauf des Stücks immer mal wieder darauf Bezug genommen wird. Im Kontrast wirken die Afrikaner*innen in Uganda doch sehr ärmlich. Hier wird mit Gegensätzen gespielt, die grösser nicht sein könnten, um die gesellschaftlichen Unterschiede darzustellen.
Das Bühnenbild bestehend aus einem Rahmen aus Säulen und Kirchenfenster-anmutendem „Buntglas“ und wechselnden Szenerien mit Hintergrundbildern und mobilen Elementen. Auch Vorhänge werden eingesetzt, die mit dem hervorragenden Lichtdesign für viel Abwechslung sorgen.

Ohrwürmer ohne Ende – Eine Liebeserklärung an klassische Broadway-Musicals
Musikalisch hat The Book of Mormon so einiges zu bieten. Wer sich mit Musicals auskennt, wird schnell merken, dass sich die Komponisten sehr von anderen Musicals inspirieren liessen, was nicht heisst, dass wir hier ein Plagiat haben, nein, gar nicht. Viel eher wurden die Musical-Stile ans Inspiration genutzt. Die Songs sind eingängig, opulent inszeniert und können tatsächlich als Parodien empfunden werden. So ist I Believe, in dem Elder Price seinen Glauben bekräftigt, während er sich einer unmöglichen Situation stellt, ein Song, der sich etwas über die sehr pathetischen Musical-Solos lustig macht, ist aber dennoch ein sehr kraftvolles Stück. You and Me (But Mostly Me) gibt fraglos Defying Gravity-Feeling (Wicked kennen nach dem Film-Erfolg ja nicht mehr nur die Musical-Fans) und All-American Prophet könnte problemlos in Jesus Christ Superstar einen Platz finden. Es ist unglaublich witzig und auch wohltuend, solche Ähnlichkeiten zu entdecken und lässt auf die Fähigkeiten der Komponisten schliessen.
Besonders hochwertig wird es natürlich durch die neunköpfige Liveband unter der Leitung von Danny Belton, die so richtig zum Tanzen anregt
Die Choreografie von The Book of Mormon stammt von Casey Nicholaw, der auch als Regisseur des Musicals fungiert und ist sowohl humorvoll als auch dynamisch, wobei sie die Geschichten und Charaktere auf sehr lebendige Weise unterstützt und den humorvollen und manchmal absurden Ton des Stücks widerspiegelt. Viele der Tanzroutinen haben eine Mischung aus Broadway-typischen Elementen und modernen Bewegungen, was das Musical für ein breites Publikum zugänglich macht.
Ein gutes Beispiel für die Choreografie ist die Nummer Turn It Off, in der die Mormonen in einer überdrehten, fast burlesken Weise versuchen, ihre Ängste und Sorgen zu unterdrücken. Diese Szene ist von Nicholaw so choreografiert, dass die Bewegungen perfekt mit der satirischen Message des Liedes harmonieren. In anderen Szenen wie I Believe oder Hasa Diga Eebowai werden Tanzstile eingesetzt, die kulturelle und religiöse Themen auf eine lustige und oft ironische Weise behandeln, was die Choreografie zu einem wichtigen Werkzeug macht.

Ist The Book of Mormon politisch korrekt?
Wie bereits erwähnt, ist The Book of Mormon nicht frei von Kontroversen. Aber das war von den Machern von South Park auch nicht zu erwarten. Die Darstellung von Religion, insbesondere des Mormonentums, wurde stark kritisiert, ebenso wie die Art und Weise, wie afrikanische Stereotype eingesetzt werden, etwas das immer heiss diskutiert wird. Gerade die Stereotypisierung bestimmter Ethnien ist schwer in Verruf, was heutzutage oft dazu führt, dass man nicht mehr weiss, ob man lachen darf oder ob es unangebracht ist (siehe unser Bericht zu Extrawurst, bei dem das Publikum vor demselben Problem stand). Gut zu wissen ist sicher, dass viele Mormonen und Religionsvertreter das Stück mit Humor aufgenommen haben. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage schaltete sogar Anzeigen im Programmheft des Musicals mit dem Slogan „You’ve seen the play, now read the book.“ und verteilt auch nach den Vorstellungen in Zürich das Buch Mormon. Wir z.B. haben eins mitgenommen, weil die Unschuld der Mormonenmissionare im Stück eine gewisse Sympathie geweckt hat.
Und auch, was die Darstellung der Afrikaner in diesem Stück betrifft, darf man davon ausgehen, dass die Rolleninhaber, die ja selbst allesamt dunkelhäutig sind, bestimmt keine Rolle angenommen hätten, die ihnen so sehr widerstrebte. Im Gegenteil, das gesamte Ensemble scheint einen Riesenspass auf der Bühne zu haben. Und deshalb sollte man auch nicht päpstlicher als der Papst sein und diesen schwarzen Humor (das sollte übrigens kein Wortspiel sein) einfach geniessen. Manchmal ist Humor nämlich tatsächlich das einzige Mittel, um sich den ernsten Themen der Gesellschaft zu stellen und diese zu verarbeiten. Ohne Frage liefert dieses Musical Denkanstösse. Und wer wirklich weiss, dass er zu dünnhäutig für diese Art von Humor ist, muss sich das Stück ja auch nicht zwingend ansehen. Für uns war es absolut passend und wir haben selten so herzhaft bei einem Musical gelacht.

Eine Inszenierung voller Highlights
The Book of Mormon ist ein dermassen kurzweiliges, intelligentes und humorvolles Musical, dass es direkt etwas schwer fällt, Highlights heraus zu picken, weil einem nur beim Revue passieren lassen so viele Dinge einfallen, die erwähnenswert wären. Wir haben es aber dennoch versucht:
- Joseph Smith American Moses: Diesen Song performen die Dorfbewohner zu Ehren des Missions- Präsidenten, der nach Uganda gereist ist, da er von den Erfolgen der Missionare gehört hatte. Die Performance beruht auf Elder Cunninghams abstrusen Geschichten, was bei den frommen Männern natürlich für Entsetzen sorgt. Auch die übrigen Missionare sind schockiert und auch das Publikum ist zwischen Schock und Lachkrämpfen hin und her gerissen. Beschreiben kann man diese Nummer nicht, man muss sie sehen. Aber man könnte sagen, dass sie alles Kontroverse dieses Stücks noch einmal zusammenfasst und in konzentrierter Form wiedergibt. Alleine dafür lohnt es sich, Tickets zu kaufen.
- Tom Bales, der als Elder McKinley und Moroni zu sehen ist, glänzt nicht nur durch seine starke persönliche Ausstrahlung, sondern vor allem durch seine atemberaubende Stimme. Die besondere Stimmfärbung bringt sein Stimmvolumen fantastisch zur Geltung. Neben Elder Cunningham und Elder Price spielt er den einzigen Missionaren, der zusätzlich aus der Menge herausstechen darf. Und das tut er wirklich. Insider: In Robbie Williams Biopic Better Man leiht er Garry Barlow seine Stimme.
- Die liebevolle Ausarbeitung jeder einzelnen Rolle war für uns eine wahre Freude. Selbstverständlich ist es auch an den Darstellern, ihre Rollen mit Leben zu füllen, doch bei diesen individuellen, Haupt- und vor allem auch Nebenrollen kommt die Spielfreude wahrscheinlich ganz vom selbst. So freut man sich auch über jeden Auftritt von Kirk Patterson aka Mafala Hatimbi oder Daniel David Griffith aka Doctor. Aber auch der Typ mit dem Huhn auf dem Arm ist grossartig… Es sind wirklich einfach unglaublich gute Rollen mit unglaublich guten Darstellern. Da kann man nichts anderes sagen.
- Spooky Mormon Hell Dream ist mit Sicherheit der spektakulärste Song des gesamten Musicals. Wie wir erfahren, hat jeder Mormon den Höllen-Traum und Elder Price bildet keine Ausnahme. Musikalisch in der rockigen Ecke angesiedelt, wird die Bühne in feurigen Rot getaucht und wir sehen diverse Teufel auf der Bühne tanzen und andere Dinge tun. Satan selbst gibt sich auch die Ehre und ebenso einige menschliche Teufel wie Adolf Hitler oder Dschingis Khan. Hier fühlt man sich ganz stark an South Park erinnert.
- Und last but not least liebten wir die Spannungen zwischen Elder Price und Elder Cunningham sowie die Entwicklung ihrer Beziehung (nein, dies meinen wir nicht in romantischer Hinsicht, obwohl auch Homosexualität im Zusammenhang mit Elder McKinley durchaus thematisiert wird). Die Verschiebung der Machtverhältnisse ist faszinierend zu beobachten und die Szene am Kaffeestand (Kaffee ist für Mormonen übrigens verboten und man kann sich vorstellen, was 12 Becher davon mit einer Kaffee-Jungfrau anstellen), als Elder Price realisiert, das Elder Cunningham in seiner Abwesenheit erreicht hat, was er sich eigentlich für sich selbst gewünscht hatte, ist so zutiefst menschlich und nachvollziehbar, das man den Machern des Stückts sowie dem Regisseur nur ein Kränzchen winden kann. So sarkastisch der Tenor dieses Musicals auch sein mag, hat es doch einige sehr zarte Momente vorzuweisen.
Sollte man sich The Book of Mormon ansehen?
The Book of Mormon ist eine clevere, respektlose und dennoch herzliche Satire, die klassische Broadway-Traditionen feiert und gleichzeitig Themen wie Religion, Kulturkonflikte und Glauben hinterfragt. Es hat sich als eines der bedeutendsten Musicals des 21. Jahrhunderts etabliert und bleibt sowohl bei Theaterliebhabern als auch bei Fans von scharfem Humor beliebt. Die englische Tour-Produktion ist herrlich bunt und voller Lebensfreude und vermittelt ein wirklich gutes Gefühl. Die Darsteller sind Extraklasse, ebenso wie die grandiosen Choreographien und der Soundtrack. Wir wüssten wirklich nicht, was es an diesem aussergewöhnlichen Stück auszusetzen geben und können es von Herzen empfehlen!
Sehen könnt ihr The Book of Mormon noch bis am 23. Februar 2025 im Theater 11 in Zürich und Tickets kriegt ihr hier: https://www.musical.ch/de/bookofmormon
Cast & Creative Team
Cast
Elder Price: Adam Bailey
Elder Cunningham: Sam Glen
Moroni / Elder McKinley: Tom Bales
Mafala Hatimbi: Kirk Patterson
Nabulungi: Nyah Nish
General: Rodney Earl Clarke
Doctor: Daniel David Griffith
Guard: Hayden Cable
Price’s Dad / Joseph Smith / Mission President: Will Barratt
Cunningham’s Dad: Daniel George-Wright
Ensemble
Alex Hayden, Harry Simpson, Dan Burstow, Daniel George-Wright, Zachary Loonie, Benjamin Cameron, Jake Reynolds, Tolu Ayanbadejo, Olympia Curry, Savannah Hall, Jessica Oppong, Aaron Levi, Daniel David Griffith, Hayden Cable, Kayode Salina
Swings
Kanaoumah Diguet, Eden Lindsay, Betram Okoro, Jay Anderson, Will Carey, Harry Winchester, Elliot Swann, Rory Shafford, Ross McKenna
Band und Creative Team
Band
Musical Director /Keys 1: Danny Belton
Assistant Musical Director / Keys 2: Maggie Yu
Bass: Bret Vanderbrug
Drums: Matthew Billups
Guitar: Ryan Webber
Violin/Viola: Hazel Correa
Reeds: Claire Shaw
Trumpet: Adam Linsley
Trombone: Rhodri Thomas
Creative Team
Buch, Musik und Liedtexte: Trey Parker, Robert Lopez und Matt Stone
Regie: Casey Nicholaw und Trey Parker
Choreographie: Casey Nicholaw
Bühnenbild: Scott Pask
Kostümdesign: Ann Roth
Lichtdesign: Brian MacDevitt
Sounddesign: Brian Ronan
Orchestrierung: Larry Hochman und Stephen Oremus
Musikalische Betreuung und Gesangsarrangement: Stephen Oremuns
Ein herzliches Dankeschön an FBM für die Möglichkeit, dieses aussergewöhnliche Stück zu sehen und zu rezensieren sowie die tollen Plätze. Wir hatten einen wunderbaren Abend und ein neues Lieblingsmusical gefunden!
























Nach Alexander Hamilton eines der besten Musical, das ich gesehen habe. Ich durfte es in Zürich an der Premiere und noch ein anderes Mal sehen und fand es sowohl gesanglich wie auch schauspielerisch extrem stark.
Also ich muss sagen, mir gefallen ja die Songs gut und es gibt auch einiges an witzigen Momenten. Zum Teil blieb mir das Lachen etwas im Hals stecken, was aber ja so beabsichtigt ist. Jedoch staune ich darüber, dass sich niemand im Netz zur Performance wirklich äussert. Ich fand die Tänzer eher mittelmässig (verglichen mit Broadway/Westend Produktionen) obwohl mit guter Energie, die Hauptdarsteller gesanglich stark aber weit weg von einer beeindruckenden Bühnenpräsenz. Ganz besonders fiel mir das bei Nabalungi auf, die stimmlich toll war, aber auf der Bühne quasi verschwand. Elder Price ebenfalls stimmlich gut, aber vom auftreten her legte er keinerlei Natürlichkeit an den Tag (eventuell so inszeniert – aber mir war es zu viel). Der einzige, der mich überzeugte von den Hauptdarstellern war Elder Cunningham.
Liebe Andrea
Danke für deinen Kommentar. Da spricht definitiv ein Kenner des Genres oder dieses Stücks.
Ich denke, es liegt daran, dass es nicht sehr viele gibt, die überhaupt darüber berichten und wenn, dann sind sie froh, dass sie internationale Produktionen zu sehen kriegen. In unserem Fall ist es so, dass wir sehr dankbar sind, dass FBM solche Tourproduktionen in die Schweiz holt, da wir aufgrund besonderer Umstände aktuell keine Möglichkeit haben, uns Produktionen am Broadway oder Westend anzusehen. Aber selbst WENN, lassen wir uns halt gerne verzaubern und sind nicht auf der Suche nach dem Haar in der Suppe. Uns ist klar, dass viele gerne Kritiken lesen, in denen Inszenierungen und Darsteller ihr Fett weg kriegen, aber dies entspricht nicht unseren Werten. In seltenen Fällen haben auch wir wirklich etwas bemängelt. Aber in diesem Fall können und wollen wir nichts kritisieren, das für uns die Wirkung des Musicals nicht drastisch geschmälert hat. Die Spielfreude der Darsteller war für uns überwältigend und das Stück wirklich kurzweilig. Und gerade in Elder Price bzw. Adam Beiley hat uns, wie wir auch geschrieben haben, sehr begeistert, da wir es als sehr passend empfunden haben, dass er nicht so „natürlich“ war, wie du es dir z.B. gewünscht hättest.
Aber wir finden es immer toll, wenn es unterschiedliche Meinungen gibt und es muss auch Leute geben, die es kritischer betrachten. Herzliche Grüsse