„Monet’s Immersive Garden“ in der Lichthalle Maag

Wer den Namen Claude Monet hört, denkt – falls er in Kunst wenigstens ein kleines bisschen bewandert ist – zuerst an Seerosen. Das Leben und Schaffen dieses herausragenden Künstlers, der als Inbegriff des Impressionimus gilt, kann kann noch bis zum 23. November 2022 in der Lichthalle Maag erlebt werden, bevor sie von einer neuen, bestimmt ebenso grossartigen Inszenierung abgelöst wird.

Die erste immersive Inszenierung, die wir besucht haben, war „Van Gogh alive„, welche als meistbesuchte Multimedia-Messe der Welt gilt und aktuell in Basel zu sehen ist. Als Vorreiter dieser „immersive Art“ – abgeleitet vom Begriff «Immersion» für «Eintauchen» oder «Einbetten» – ist das Atelier des Lumières in einer ehemaligen Giesserei in Paris und hat damit einen echten Trend geschaffen. Doch die Lichthalle Maag hat in den letzten Jahren ebenfalls schon einige grossartige 360°-Erlebnisreisen beherbergt. Die Idee ist, jährlich zwei bis drei Eigenproduktionen in die Halle zu bringen, gemeinsam mit dem Zürcher Multimedia-Künstlerkollektiv Projektil, welche übrigens auch fürs Illuminarium beim Landesmuseum Zürich verantwortlich ist.

Nach „Viva Frida Kahlo“ (ab dem 17. Dezember in Lausanne zu sehen) residiert seit dem 23. April „Monet’s Immersive Garden“ in der Lichthalle in Zürich Hardbrücke und begeisterte rund 60’000 Besucher. Auf einmal ist Kunst nicht mehr nur der Handvoll Kunstliebhabern, welche die berühmten Werke in Ausstellungen und Galerien im Original bewundern, vorbehalten, sondern wird auch spannend für jüngeren Generationen, welche multimediale Events gewohnt sind. Kunst wird zu einem sinnlichen Rundumerlebnis. Mit einer spannenden Storyline (von Roman Riklin), welche in Form eines Hörspiels erzählt, mit   bekannten Musikstücken von klassischen Komponisten wie Claude Debussy und Maurice Ravel untermalt und mit lebendigen Animationen visualisiert wird, taucht der Besucher ein in die Kunstwerke sowie die bewegte Lebensgechichte des bekannten französischen Malers, der nach seinen Anfängen im Realismus bald den Impressionismus massgeblich prägte. Claude Monet schenkte der Welt Licht und Farben, während bereits die Fotografie -damals noch in Schwarz-Weiss) dir Welt zu erobern begann.

Das Licht ändert sich ständig, und das verändert die Atmosphäre und Schönheit der Dinge jede Minute.

Claude Monet

Neben der  Haupthalle, in welcher 40 Projektoren die Geschichte Monets auf Wände, Decke, Boden und begehbare Würfel im Raum strahlen, gibt es noch zusätzliche Highlights. In einem dieser, soeben erwähnten Würfeln, wurde eine Art Spiegelkabinett eingerichtet. Mit Seerosen an der Decke, der Animation eines Seerosenteichs am Boden, von der Decke hängenden Kabeln mit blinkenden Lämpchen und den Spiegelwänden wird die Illusion geschaffen, sich inmitten eines unendlichen Seerosenteichs voller Glühwürmchen zu befinden. In dieser Installation haben wir uns komplett verloren, so zauberhaft schön fanden wir sie. Des weiteren befinden sich im Eingangsbereich Portraits des Künstlers, ein Zeitstrahl, um sich vorab über die wichtigen Ereignisse im Leben Monets zu informieren sowie ein „Bild“ welches sich mittels Handbewegungen „steuern“ lässt. Richtung Ausgang befindet sich wunderschöner Fotospot in Form ein toll ausgeleuchteten japanischen Brücke (siehe Titelbild).

Was mein Herz wach hält, ist bunte Stille.

Claude Monet

In der Haupthalle hat man als Besucher diverse, auch erhöte Sitzmöglichkeiten und sogar Sitzsäcke am Boden, von wo aus man das Spektakel im Liegen geniessen kann. Die Maag Lichthalle sorgt wirklich für einen rundum angenehmen Besuch.

Schade hatten wir erst so spät die Möglichkeit, uns diese Inszenierung anzusehen, ev. wären wir sogar ein zweites Mal gegangen. Aber so freuen wir uns einfach auf die neue Inszenierung, „Klimts Kuss – Spiel mit dem Feuer“ welche sich mit den Kunstwerken und dem (Liebes-)Leben Gustav Klimts, beschäftigt. Auch hier stammt das Drehbuch von Roman Riklin, weshalb wir sicher sind, erneut verzaubert und in eine farbenprächtige Welt entführt zu werden. Am 1. Dezember 2022 geht es los.

Und hier kommt schon mal ein Teaser-Trailer zur neuen Inszenierung:

 

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