Dällebach Kari – Das Musical: Thuner Seespiele 2023

Die Geschichte des Berner Coiffeurs, Karl Tellenbach, besser bekannt als Dällebach Kari, ist keine unbekannte. Der scharfzüngige Sonderling mit der Lippenspalte und dem einmaligen Humor, der zum Berner Stadtoriginal heranwuchs, rührt seit Generationen und inspirierte zu Filmen, Liedern und auch zu diesem Musical, das nun schon zum 2. Mal an den Thuner Seespielen die Massen bewegt. Eine so tragische Geschichte über Ausgrenzung, verpasste Chancen und – Spoiler-Alarm! – ohne wirkliches Happy End trotzdem mit einer Leichtigkeit zu erzählen, die diesen Besuch zu einem Feelgood-Erlebnis und zeitgleich zum Must-See des Sommers 2023 macht, ist wahrhaft brilliant.

Die Thuner Seebühne gilt als die schönste Seebühne Europas und das zurecht. Der einmalige Blick von der Tribüne auf die beeindruckende Bergkette mit Eiger, Mönch und Jungfrau, die auf natürliche Weise Teil des Bühnenbilds wird, lässt niemanden kalt. Und wir bereuen es sehr, in den ganzen 20 Jahren noch kein Musical in Thun besucht zu haben (von Schaffhausen nach Thun ist halt schon eine ziemliche Reise), da sich die Qualität der Inszenierung auf wirklich hohem Niveau bewegt, was auch immer wieder Musical-Grössen des DACH-Raums nach Thun lockt. So spielten in vergangenen Produktionen z.B. Uwe Kröger, Pia Douwes oder Oliver Arno Hauptrollen. Eine Übersicht findet ihr hier. Und auch 2023 präsentiert sich ein hochkarätiges Cast.

Zum 20-jährigen Jubiläum der Thuner Seespiele wurde nun zum ersten Mal ein Musical „recycelt“, nämlich DÄLLEBACH KARI, das 2010 in Thun zur Uraufführung gelangte und das Publikum begeisterte. Die Geschichte des Aussenseiters, Kari, der aufgrund seiner Lippenspalte gesellschaftliche Einbussen hat, aber dennoch einen erfolgreichen Coiffeur-Salon eröffnet und selbst dann, als seine grosse Liebe Annemarie seinen Kindheitsfreund heiraten muss, nicht die Hoffnung verliert, bis er viele Jahre später eine zweite Chance erhält, bevor eine bösartige Krankheit namens Krebs zuschlägt, funktioniert auch 2023. Mit neuem Bühnenbild, neuen Kostümen, neuen Darstellern und anderem Regisseur erlebt das Publikum einen Abend (oder in unserem Fall eine Matinée) der Extraklasse. Dass mit Simon Eichenberger ein extrem erfahrener und Regisseur und Choreograf am Werk ist, ist nicht zu übersehen, denn jedes Detail ist durchdacht, was DÄLLEBACH KARI zu einem Meisterwerk macht.

Ebenfalls nicht zu übersehen ist das spektakuläre Bühnenbild. Im Vordergrund rahmen zwei Türme mit nostalgischen Reklametafeln die Szenerie ein. Dazu kommen zwei drehbare Elemente, die einerseits als Aufgang zur zentrierten Plattform dienen, auf der anderen Seite aber ein Lokal beherbergen (Coiffeur-Salon und Wirtshaus Grünegg). Im Hintergrund sehen wir eine stilisierte Skyline von Bern sowie die für Bern typischen Lauben, die auch Zugang zum Backstagebereich sind. Somit ist das Bühnenbild auf abstrakte Weise detailliert und lässt keine Unklarheiten zu. Die Transparenz, die durch das sichtbare Gerüst, welches zur Industrialiesierung um 1900 passt, entsteht, sorgt für viel Tiefe.

Die Geschichte umfasst rund drei Jahrzehnte, was sich auch im Kostümbild wiederspiegelt. Modisch dem jeweiligen Jahrzehnt, aber auch dem Rollenalter entsprechend, verändern sich die Schnitte mit fortlaufender Show. Besonders gut erkennbar ist dies an den Kostümen von Annemarie, der Unternehmerochter. Kleidung und Perücke lassen sie im Laufe der Jahrzehnte von einem jungen Mädchen zu einer eleganten Frau von Welt reifen. Als roter Faden ziehen sich ein warmes Korall und Altrosa durch all ihre Kostüme, so, dass man sie auch von den obersten Rängen noch gut erkennen kann. Ebenso ist es der Fall bei Fritz Aeberli, Karis Jugendfreund und Annemaries Ehemann. Seine Farbe ist ein kühles Blaugrau.

Kari hebt sich farblich nicht wirklich von der Berner Bevölkerung ab, was wahrscheinlich seine gesellschaftliche Stellung, aber auch seine Volksnähe aufzeigt, die zusammen mit seinem Humor auch zum grossen Erfolg bei seiner Kundschaft beiträgt. Zudem ändert sich sein Kostüm im Laufe der Jahre kaum, was daran liegt, dass er nicht wirklich viel Wert auf Oberflächlichkeit legt und nicht „mit der Zeit gehen“ muss. Ob Ensemble oder Hauptrollen, die Kostüme, die Perücken und die Gesichtsbehaarung der Männer (damals trug Mann noch Schnauz) sind hochwertig und historisch adäquat. Der eine oder andere Darsteller liess sich aber auch gleich selbst einen Schnauz wachsen. Wer kann, der kann.

Besonders eindrücklich sind die traditionellen Trachten, die in der grossen Festszene getragen werden. Hier wurde sogar mit einem Trachtenexperten zusammen gespannt und das Ergebnis lässt sich sehen.

Aber was wäre ein Musical ohne Musik und diese ist gross, gerade zu episch. Verantwortlich zeichnet sich Berner Komponist Moritz Schneider in Zusammenarbeit mit Robin Hoffmann. Bereits der PROLOG sorgt für Gänsehautstimmung und zieht das Publikum in seinen Bann, aus dem es erst nach den letzten Takten von STÄRN ÜBER BERN mit Tränen in den Augen wieder entlassen wird.

DÄLLEBACH KARI ist in musikalischer Hinsicht so abwechslungsreich, dass es keinen Augenblick langweilig wird. Nicht jedes Stück ist ein Ohrwurm, manchmal leiten die Melodien auch einfach durch die Geschichte oder in die nächste Szene, aber es gibt viele Ohrwürmer und als Gesamtwerk überzeugt die Musik zu 100%. VERGISS D’ANNEMARIE  hat eine Dramatik und Sogwirkung wie „Der letzte Tanz“ im Musical Elisabeth und setzt richtig unter Strom. Z’ERSCHTE MAU LÄBE trifft als romantisches Liebesduett direkt ins Herz, ebenso wie Annemaries Abschiedslied DANKE. BIS DOCH NID TRUURIG verführt mit Tango-Rhythmen und lässt den „Cellblock Tango“ aus dem Musical Chicago richtig alt aussehen, wobei dieser Vergleich gar nicht zu weit hergeholt ist, da sich auch die Choreografie dazu fosse-esquer Elemente bedient, was perfekt passt und sehr verrucht wirkt. Aber auch EIFACH WI ÄR SY, Fritz Aeberlis Solonummer im zweiten Akt, ist atemberaubend und fordert dem entsprechenden Sänger stimmlich eine Menge ab. Selbst das Publikum kommt kaum dazu Atem zu holen, da die nächste Nummer KARI ISCH KULT bereits wieder als fetzige Revuenumner mit ideenreicher Choreografie alle von den Stühlen reisst.

Nicht zu vergessen, das geschickte Einbetten von S ISCH ÄBEN E MÖNSCH UF ÄRDE, auch bekannt als Guggisberg-Lied, das wohl älteste bekannte Schweizer Volkslied überhaupt. Es gilt praktisch als Hymne aller treu ausharrenden Liebenden, zu denen auf jeden Fall auch Kari und Annemarie gehören. Und WIE DIE BLÜMLEIN, das mehrere Male gesungen wird, war laut Überlieferung das Lieblingslied des echten Karl Tellenbach, was eine besondere Stimmung erzeugt.

Um noch kurz bei der Musik zu bleiben, muss unbedingt auch das sensationelle, fast 30-köpfige Orchester unter der Leitung von Iwan Wassilevski lobend erwähnt werden, ebenso wie der fast 20-Köpfige Chor, ohne den die Umsetzung der Partitur keine solche Intensität hätte erreichen können. Auch jeder einzelne Kinderdarsteller agierte höchst professionell.

Nun aber zum Cast, das massgeblich für das Gelingen eines Musicals und die Identifikation jedes einzelnen Zuschauers mit den Figuren verantwortlich ist.

Allen voran muss Rolf Sommer in der titelgebenden Rolle hervor gehoben werden. Als Nachfolger von Hanspeter Müller-Drossaart, der nach seiner Kari-Verkörperung im Film „Eine wen iig, dr Dällebach Kari“ auch 2010 die Hauptrolle im Musical übernahm, musste er in grosse Fussstapfen treten, etwas, das ihm jedoch mit Bravour gelang. Er spielt den Dällebach Kari mit einer unschuldigen Leichtigkeit und Ehrlichkeit, die zu Herzen geht. Wer kein Fan von Slapstick und Witzen ist, mag eventuell im Voraus Vorbehalte dieser Rolle gegenüber haben, die Sorge ist aber völlig unbegründet. Kari wirkt keineswegs wie ein Clown und auch über die für diese Figur typische Sprechweise lacht niemand, da das Stück durch die Rückblende die Tragik dieses Menschen für alle verständlich macht und aufzeigt, dass sein Humor ein Schutzschild ist, was manch einer nur zu gut nachvollziehen kann. Rolf Sommers Darstellung lässt uns diese Menschlichkeit und Verletzlichkeit, aber auch seine Stärke und Resillienz spüren und bewundern. Sein Spiel ist teilweise erschreckend real, was das Herz richtig schwer werden und an persönliche, unangenehme Erfahrungen denken lässt, weshalb man beinahe erleichtert über seine Sprüche lacht. Gesanglich ist er ebenso überzeugend, wie in seinen Dialogen und Monologen und wirklich die perfekte Besetzung für diese tragende Rolle.

Rolf Sommer als Dällebach Kari

Die Rolle der Annemarie wurde in der Matinée am 1. August nicht von Iréna Flury, gespielt, sondern von der Zweitbesetzung, Deliah Stuker, was aber definitiv kein Verlust war, sondern ein echter Hauptgewinn. Deliah Stuker, die zuletzt als verführerische Roboterfrau in der Neuinszenierung von Space Dream, komödiantisch als Ordensschwester in Sister Äct und eher burschikos und vorlaut als Barbesitztern in Copyright Girl zu sehen war, konnte in DÄLLEBACH KARI erneut ihre Wandelbarkeit unter Beweis stellen und zeigen, dass sie auch für grosse, tragische Hauptrollen mit starker Entwicklung die richtige Wahl ist. Das jugendliche, quirlige Mädchen verkörpert sie ebenso glaubhaft, wie die gereifte und geerdete Witwe, die sich, wie Kari, ihre Unschuld bewahrt und eine zweite Chance für diese grosse Liebe verdient hat. Darstellerisch vermag sie eben so fein zu nuancieren, wie stimmlich und erscheint durch ihre liebliche Ausstrahlung wie eben jene Fee, die Kari nach seiner ersten Begegnung mit ihr beschreibt. Zudem besitzt sie diese besondere Fähigkeit, ihren Bühnenpartner glänzen zu lassen, ohne selbst an Licht einzubüssen, was die Duette mit Rolf Sommer zu einem echten Genuss macht. In starker Erinnerung bleiben wird die letzte Begegnung mit Kari auf der Bühne, die in ihrer Unschuld so schrecklich herzergreifend war, ebenso wie ihre Performance bei DANKE, dem Lied, das im Publikum die ersten „Dämme brechen“ liess, was nicht zuletzt an ihrer aussergewöhnlich schönen Stimme und ihrer bemerkenswerten Sicherheit in den leisen Tönen lag, da sie eine solche Stärke und Dankbarkeit ausstrahlte, die sich wahrscheinlich jeder im Publikum selbst wünschte, während er sich verstohlen eine Träne aus dem Augenwinkel wischte.

Deliah Stuker als Annemarie Geiser

Die zweite, sehr wichtige männliche Hauptrolle in diesem Musical ist der Alkohol, eine Stilrolle, auch Allegorie genannt. Kari verfällt dem Alkohol und kommt von dieser Sucht zeitlebens nicht mehr wirklich los, was den Alkohol praktisch zu Annemaries Rivalen macht. Somit musste für diese Rolle ein Darsteller mit grosser Bühnenpräsenz und der Fähigkeit gefährlich, aber auch verführerisch und vertrauenserweckend zu sein, gefunden werden, was mit Frank Logemann definitiv gelungen ist. Der erfahrene Musicaldarsteller, Sänger und Schauspieler mit der aussergewöhnlichen, dunkel timbrierten Stimme, die aber auch eine ungeahnte rockige Intensität annehmen kann, lässt das Publikum in den aufregenden Gesangsnummern wie VERGISS ANNEMARIE (ja, er singt als einziges Castmitglied in Hochdeutsch) oder DEIN BESTER FREUND alle Facetten seiner gesanglichen und darstellerischen Fähigkeiten sehen und hören. Mal väterlich verständnisvoll, mal grausam oder wie ein „guter“ Freund, der einen zu Dummheiten anstiftet und einem dann das Messer in den Rücken rammt, ist er unberechenbar. Zudem besitzt Frank Logemann das beinahe schon magische Talent, überall gleichzeitig zu sein, unbemerkt zu verschwinden und an anderer Stelle wieder aufzutauchen, um sich ins Geschehen einzufügen und das, obwohl er durch sein Kostüm eher aus der Menge heraus stechen müsste. Doch wie ein guter Tropfen umfliesst und durchdringt er die ganze Szenerie, was wohl für die Rolle des Alkohols, die grösste Auszeichnung ist.

Frank Logemann als Alkohol

Ebenfalls sehr präsent war Lukas Hobi als Fritz Aeberli, Karis Kontrahent. In einer Rolle, die grundsätzlich eher als negativ empfunden werden sollte, da er dem Symapthie-Träger des Stücks die Frau „stielt“ und ihm oft sehr grausam klar zu machen versucht, wo sein Platz ist, kann man sich seinem Charme dennoch kaum entziehen. Der vielseitige Künstler, der mit dem Schweizer A-capella-Quintett „Bliss“ Erfolge feiert, verleit Fritz Aeberli eine fast schon überraschende Prägnanz und zeigt, dass sich unter der Fassade des gut sittuierten Schönlings auch Unsicherheit verbirgt, die sich immer wieder in gezielten Wutausbrüchen entlädt und ihren Höhepunkt im Solo EIFACH WI ÄR SY erreicht. Wie bereits erwähnt gehört diese Nummer zu unseren Highlights, da sie vom Künstler einerseits stimmlich viel abverlangt, andererseits aber auch geballte Gefühle transportieren muss, was Lukas Hobi scheinbar mühelos gelingt.

Lukas Hobi als Fritz Aeberli

Aber auch sämtliche anderen grösseren und kleineren Rollen sind hervorragend besetzt. Silvia Heckendorn als Annemaries Mutter, begeistert mit ihrer emotionalen, innerlich zerrissenen Darbietung bei FREI WIE DR SUMMERWIND. Cécile Gschwind sorgt als Frau Jenny für viele Lacher und verkörpert die resolute Wirtin mit viel Glaubhaftigkeit. Anneke Brunekreeft verzaubert als verführerische Prostituierte, Topsy, die nach dem erotik-schwangeren BIS DOCH NID TRUURIG mit ihrem unerwartet gefühlvollen WIE DIE BLÜMLEIN für Gänsehaut sorgt. Otti und Hirschi (in der Matinée gespielt von Alex Bellinkx und Roland Herrmann) sorgten mit ihrer sympathischen Unbekümmertheit für nötige Leichtigkeit und viele Lacher, vor allem auch in der Pre-Show und auf David Allers‚ Auftritte als Bedert freute man sich immer wieder aufs Neue (er ist übrigens die Zweitbesetzung von Dällebach Kari, was er mit Sicherheit grandios meacht).

Doch auch im Ensemble gab es Darsteller, die die Blicke auf sich zogen, allen voran Adrian Burri. Mit seiner Bühnenpräsenz und Strahlkraft, wie auch seinen hervorstechenden gesanglichen und darstellerischen Fähigkeiten, hat er sich in DÄLLEBACH KARI absolut zurecht gleich die Zweitbesetzung  zweier wichtiger Hauptrollen, gesichert: Alkohol und Fritz Aeberli. Wer einen der Abende erwischte, an denen er den Alkohol verkörperte, durfte eine äusserst ausdrucksststarke, facettenreiche und stimmgewaltige Interpretation in „Berndütsch“ erleben, die aufgrund ihrer dunklen Intensität Vergleiche mit dem „Tod“ in Elisabeth zulässt, was mit Sicherheit für neue Fans und in Zukunft auch für weitere spannende und anspruchsvolle Rollen sorgen wird.

In der Matinée spielte Adrian Burri aber im Ensemble, was uns zum ersten Mal ermöglichte, sein tänzerisches Können wirklich zu bewundern, ein weiteres seiner zahlreichen Talente. Überhaupt besteht das Ensemble in DÄLLEBACH KARI aus ausgesprochen talentierten, stilsicheren Tänzern, die die grossartigen Choreographien von Simon Eichenberger erst wirklich zur Geltung bringen.

Mitte: Adrian Burri

Und last but not least sollte auch Jochen Schaible Erwähnung finden. Als Ensemblemitglied glänzte er durch sein ausdrucksstarkes und komödiantisches Spiel und sein Talent für andere Dialekte, wie z.B. als Herr. Dr. Schulz, der mit Nachdruck auf seine Rasur besteht. Seine Energie und dieses einnehmende, strahlende Lächeln erreichte jeden Zuschauer von der ersten bis zur letzten Reihe. Diesen Showman zu beobachten, ist eine wahre Freude.

Jochen Schaible

Eine weitere wichtige Rolle übernimmt aber auch die Natur in dieser Produktion. Das Wetter, das diesen Sommer unberechenbar zu sein scheint, kann einer Vorstellung einerseits einen Strich durch die Rechnung machen, aber andererseits auch für sagenhafte Augenblicke sorgen, die kein Regisseur besser hätte inszenieren können. Am 1. August war die Wettervorhersage z.B. nicht die beste, obwohl es schlussendlich doch grösstenteils trocken blieb, wenn auch wolkenverhangen. Als kurz vor dem Finale dann aber eben diese Wolkendecke exakt bei der Liedzeile „…Der Himmu isch so lüchtig hell, I gloub das isch Magie…“ aufbrach und die Sonne die Bühne in warmes Licht tauchte, spürten Darsteller und Publikum im Kollektiv, wie magisch Freilicht-Inszenierungen sein können. Ebenso zauberhaft waren die Spatzenflüge bei Margrith Geisers emotionalem Solo über Freiheit oder ein einzelner Spatz in den Himmel aufstieg, als Annemarie die Botschaft von Karis Tod überbracht wurde. Es wirkte, als ob die Natur beschlossen hätte, aktiver Teil dieses Spektakels zu sein, um es noch schöner und rührender zu gestalten.

DÄLLEBACH KARI ist noch bis zum 26. August auf der Thuner Seebühne zu bewundern. Wer die diesjährige Produktion noch nicht gesehen hat, hat also noch die Chance auf einen Besuch, was wir jedem ans Herz legen, da es sich um eine Inszenierung auf allerhöchstem Niveau handelt, die jeden Musical-Liebhaber ins Schwärmen bringen wird.

Wir waren definitiv nicht zum letzten Mal hier, freuen uns schon auf 2024 und sagen nur:

Supercalifragilisticexpialigetisch„…

Deliah Stuker und Rolf Sommer
© Thunerseespiele – Rolf Sommer und Lukas Hobi
Matthias Schuppli als Wolfram Geiser
Rolf Sommer und Deliah Stuker
Cécile Gschwind als Frau Jenny
© Thunerseespiele
Frank Logemann als Alkohol
Pressewand
© Thunerseespiele
Deliah Stuker als Annemarie
Anneke Brunekreeft als Topsy
Alex Bellinkx und Roland Herrmann
Auf solchen Gerüsten stehen die Tribünen im Thunersee.

Und wie bereits angeteasert:

Im Sommer 2024 kommt das berühmteste Kindermädchen der Welt auf die Thuner Seebühne. Die Musicalmacher konnten sich die Rechte für das international erfolgreiche Musical von Disney und Cameron Mackintosh sichern. Vom 10. Juli bis 24. August 2024 präsentieren die Thunerseespiele Mary Poppins in neuem Gewand – als erste Veranstalterin in der Schweiz.

© Thunerseespiele

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